Schritt-für-Schritt-Anleitungen zu den wichtigsten Finanzthemen in Deutschland
Vom Bruttogehalt werden Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag (ggf.), Krankenversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung abgezogen.
Die Steuerklasse beeinflusst die monatliche Lohnsteuer stark. Ehepaare können zwischen Kombination 3/5 oder 4/4 wählen — je nachdem wer mehr verdient.
Deutschland hat ein progressives Steuersystem. Der Steuersatz steigt mit dem Einkommen — von 0% (bis Grundfreibetrag) bis 45% (Reichensteuersatz).
Wer als Selbstständiger oder Freiberufler starten möchte, kann die Kleinunternehmerregelung nutzen — und spart sich die Umsatzsteuer-Voranmeldung.
Das Regelrentenalter hängt vom Geburtsjahr ab. Wer 1964 oder später geboren wurde, muss bis 67 arbeiten. Mit 45 Beitragsjahren ist Rente mit 63 möglich.
Die Rente berechnet sich aus Rentenpunkten × Rentenwert. Pro Jahr durchschnittlich verdient = 1 Entgeltpunkt. Rentenwert 2026: 42,52 EUR.
Wer früher in Rente geht, erhält dauerhaft weniger. Pro Monat früher gibt es 0,3% Abschlag — bei 3 Jahren früher sind das 10,8% weniger Rente für immer.
Mütter und Väter erhalten für Kindererziehungszeiten zusätzliche Rentenpunkte. Kinder vor 1992 zählen 2,5 Punkte, ab 1992 zählen 3 Punkte pro Kind.
Beim Immobilienkauf fallen neben dem Kaufpreis noch Nebenkosten von 10–15% an. Dazu gehören Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und ggf. Makler.
Wohngeld ist ein staatlicher Zuschuss zur Miete für Haushalte mit geringem Einkommen. Seit der Reform 2023 sind die Beträge deutlich gestiegen — durchschnittlich 370 EUR/Monat.
Elterngeld ersetzt 65–67% des wegfallenden Nettoeinkommens, mindestens 300 EUR, maximal 1.800 EUR pro Monat. ElterngeldPlus zahlt die halbe Summe doppelt so lange.
BAföG fördert Studium und Ausbildung. Die maximale Förderung beträgt 2026 bis zu 992 EUR pro Monat für Studierende, die nicht bei den Eltern wohnen. Die Hälfte ist ein zinsloses Darlehen.