Einkommensteuer-Rechner 2026
Steuerlast berechnen
Foto: Kelly Sikkema auf Unsplash
Die Einkommensteuer ist die zentrale Steuer auf Ihr Jahreseinkommen in Deutschland, geregelt in §32a EStG. Anders als die Lohnsteuer, die monatlich als Vorauszahlung einbehalten wird, ist die Einkommensteuer die tatsächliche Jahressteuerschuld, die erst durch die Steuererklärung final festgestellt wird.
Der deutsche Steuertarif ist progressiv: Bis zum Grundfreibetrag von 12.348 € (2026) fällt keine Steuer an, danach steigt der Steuersatz stufenweise bis maximal 45% (Reichensteuer ab ca. 278.000 €). Verheiratete können vom Splittingtarif profitieren, der die Steuerlast bei ungleichem Einkommen der Partner senkt.
Gesamteinkommen nach Abzug von Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen.
| Zu versteuerndes Einkommen | — |
| Grundfreibetrag 2026 | 12.348 € |
| Einkommensteuer | — |
| Solidaritätszuschlag (5,5%) | — |
| Kirchensteuer | — |
| Steuern gesamt | — |
| Effektiver Steuersatz | — |
| Grenzsteuersatz | — |
| Einkommen nach Steuern | — |
📊 Rechenbeispiel: zvE 45.000 € · Einzelveranlagung
Kein Solidaritätszuschlag unter ca. 76.000 € zvE (Einzelveranlagung 2026).
Grundtarif vs. Splittingtarif
Ledige zahlen nach dem Grundtarif, Verheiratete können zwischen Einzel- und Zusammenveranlagung wählen. Bei der Zusammenveranlagung wird das Einkommen beider Partner addiert, halbiert, die Steuer für diese Hälfte berechnet und verdoppelt (Splittingverfahren) — das senkt die Steuerlast erheblich, wenn ein Partner deutlich mehr verdient als der andere.
Weitere Rechenbeispiele
40.000 € zu versteuerndes Einkommen (Grundtarif): Einkommensteuer ca. 7.800 €, das entspricht einem Durchschnittssteuersatz von ca. 19,5% und einem Grenzsteuersatz von ca. 32%.
80.000 € zu versteuerndes Einkommen (Grundtarif): Einkommensteuer ca. 22.700 €, Durchschnittssteuersatz ca. 28,4%, Grenzsteuersatz bereits bei 42% (Spitzensteuersatz erreicht).
⚠️ Häufige Fehler
🔍 Sonderfälle
Selbstständige & Freiberufler: Anders als Angestellte zahlen Selbstständige keine Lohnsteuer, sondern quartalsweise Einkommensteuer-Vorauszahlungen basierend auf dem letzten Steuerbescheid.
Kapitalerträge: Zinsen und Dividenden werden meist separat mit der Abgeltungsteuer (25%) besteuert, nicht nach dem progressiven Einkommensteuertarif — außer bei einer Günstigerprüfung.
🏛️ Zuständige Behörden
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Häufige Fragen
Wie hoch ist der Grundfreibetrag 2026?
Der Grundfreibetrag 2026 beträgt 12.348 € (Einzelveranlagung) bzw. 24.696 € (Zusammenveranlagung). Bis zu diesem Betrag fällt keine Einkommensteuer an — er sichert das Existenzminimum steuerfrei.
Was ist der Unterschied zwischen Grenz- und Effektivsteuersatz?
Der Grenzsteuersatz gibt an, wie viel Steuer auf den letzten Euro zusätzlichem Einkommen fällig wird — wichtig für Entscheidungen (Gehaltserhöhung, Nebenjob). Der effektive Steuersatz ist die Gesamtsteuer geteilt durch das Gesamteinkommen — gibt die durchschnittliche Belastung an. Der Grenzsteuersatz ist immer höher als der Effektivsteuersatz.
Was ist der Splittingtarif?
Verheiratete können gemeinsam veranlagt werden. Dabei werden beide Einkommen addiert, halbiert, besteuert, und die Steuer verdoppelt. Das spart vor allem wenn ein Partner viel mehr verdient als der andere — durch den progressiven Tarif entsteht ein 'Splittingvorteil'. Bei gleich hohen Einkommen gibt es keinen Vorteil.
Ab wann zahle ich Reichensteuer (45%)?
Der Spitzensteuersatz von 45% gilt ab einem zvE von 277.826 € (Einzelveranlagung). Davor gilt der Spitzensteuersatz von 42% ab 66.761 €. Nur ca. 1% der Steuerpflichtigen zahlen die 45%-Stufe.
Muss ich immer eine Einkommensteuererklärung abgeben?
Nicht immer verpflichtend, aber oft finanziell lohnend. Pflicht besteht z.B. bei mehreren Arbeitgebern, Steuerklasse III/V, oder Nebeneinkünften über 410 €/Jahr. Details im Steuererklärung-Rechner.