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📅 Aktualisiert: August 2026

Probezeit-Rechner 2026

Ende & Kuendigungsfrist

Neuer Mitarbeiter während der Probezeit

Foto: Cytonn Photography auf Unsplash

Die Probezeit dient dazu, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich gegenseitig kennenlernen können, bevor eine langfristige Bindung eingegangen wird. Sie ist gesetzlich auf maximal 6 Monate begrenzt (§622 Abs. 3 BGB) und muss ausdrücklich im Arbeitsvertrag vereinbart werden.

Während der Probezeit gilt eine verkürzte Kündigungsfrist von nur 2 Wochen für beide Seiten, statt der sonst geltenden regulären gesetzlichen Fristen.

📋 Rechtliche Grundlage: §622 Abs. 3 BGB. Maximale Dauer: 6 Monate. Kündigungsfrist während Probezeit: 2 Wochen für beide Seiten.
Probezeit-Ende
Letzte Kuendigung in PZ
Kuendigungsfrist
2 Wochen taeglich
KSchG-Schutz ab
🛡️ Zuletzt aktualisiert: 11. August 2026
Geprüft nach: §622 Abs. 3 BGB
Was der Rechner berücksichtigt: Maximale gesetzliche Probezeitdauer, verkürzte Kündigungsfrist während dieser Zeit
Was der Rechner nicht berücksichtigt: Kündigungsschutz während der Probezeit (KSchG greift erst nach 6 Monaten Betriebszugehörigkeit ohnehin nicht), tarifvertragliche Sonderregelungen

📊 Rechenbeispiel: Arbeitsbeginn 1.1.2026, 6 Monate PZ

Probezeit-Ende
30.6.2026
Letzte Kuendigung
16.6.2026
Kuendigungsfrist
2 Wochen
Normaler Schutz ab
1.7.2026

Warum genau 6 Monate?

Die 6-Monats-Grenze der Probezeit korrespondiert nicht zufällig mit der 6-monatigen Wartezeit des Kündigungsschutzgesetzes — beide Fristen laufen meist parallel, sodass ein Arbeitnehmer erst nach vollständiger Probezeit auch regulären Kündigungsschutz genießt.

Kürzere Probezeit möglich

Auch eine kürzere Probezeit als 6 Monate ist möglich und im Arbeitsvertrag frei vereinbar — wird keine Probezeit explizit vereinbart, gilt von Anfang an die reguläre Kündigungsfrist ohne Verkürzung.

⚠️ Häufige Fehler

1. Probezeit über 6 Monate vereinbaren: Dies ist gesetzlich unwirksam — die Probezeit endet automatisch nach maximal 6 Monaten.
2. Probezeit ohne ausdrückliche Vereinbarung annehmen: Ohne explizite vertragliche Regelung gilt keine verkürzte Kündigungsfrist.
3. Kündigungsschutz während Probezeit erwarten: Das KSchG greift ohnehin erst nach 6 Monaten Betriebszugehörigkeit, unabhängig von der Probezeit.
4. Ausbildungsprobezeit mit regulärer Probezeit verwechseln: Für Azubis gelten eigene, meist kürzere Regelungen nach dem BBiG.
5. Verlängerung der Probezeit für rechtlich möglich halten: Eine Verlängerung über die gesetzliche Höchstgrenze hinaus ist nicht zulässig.

🔍 Sonderfälle

Ausbildungsverhältnisse: Hier gelten eigene Regelungen zur Probezeit nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG), meist zwischen 1 und 4 Monaten.

Verlängerung der Probezeit: Eine nachträgliche Verlängerung über 6 Monate hinaus ist rechtlich nicht möglich — bei längerer Erprobung kann stattdessen ein befristeter Vertrag sinnvoll sein.

🏛️ Zuständige Behörden

📚 Rechtsgrundlagen & Quellen (Stand: 2026):
§622 Abs. 3 BGB

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Häufige Fragen

Wie lang darf die Probezeit sein?

Max. 6 Monate nach §622 Abs.3 BGB. Befristeter Vertrag kuerzer als 6 Monate: PZ muss verhaeltnismaessig sein. Ausbildung: PZ 1-3 Monate. Tarifvertrag kann abweichen.

Was passiert wenn die Probezeit ablaeuft?

Automatischer Uebergang in normales Verhaeltnis. Kuendigungsschutzgesetz gilt ab 6 Monaten. Kuendigungsfristen nach §622 BGB je nach Betriebszugehoerigkeit.

Kann ich in der Probezeit sofort kuendigen?

KF in PZ: 2 Wochen zum naechsten Termin. Arbeitnehmer UND Arbeitgeber. Fristlos: Nur bei wichtigem Grund. Aufhebungsvertrag: Jederzeit einvernehmlich.

Gilt Kuendigungsschutz in der Probezeit?

KSchG erst ab 6 Monaten. In PZ: Freiere Kuendigung. Aber besonderer Schutz gilt immer: Schwangere, Betriebsraete, Schwerbehinderte nicht willkuerlich entlassbar.

Kann die Probezeit verlängert werden, wenn ich krank war?

Eine automatische Verlängerung der Probezeit durch Krankheitstage ist gesetzlich nicht vorgesehen — die 6-Monats-Höchstgrenze bleibt unverändert. Manche Arbeitgeber vereinbaren jedoch vertraglich eine kürzere ursprüngliche Probezeit mit der Möglichkeit einer einmaligen Verlängerung innerhalb der gesetzlichen 6-Monats-Grenze.