Urlaubsanspruch-Rechner 2026
Resturlaub berechnen
Foto: Behnam Norouzi auf Unsplash
Der gesetzliche Mindesturlaub beträgt nach dem Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) 24 Werktage bei einer 6-Tage-Woche, was bei der heute üblichen 5-Tage-Woche 20 Arbeitstagen entspricht. Viele Arbeitsverträge sehen jedoch großzügigere 25-30 Tage vor.
Bei Teilzeitarbeit wird der Urlaubsanspruch anteilig zur tatsächlichen Arbeitszeit berechnet — wer an weniger Tagen pro Woche arbeitet, hat entsprechend weniger Urlaubstage, aber pro gearbeitetem Tag denselben relativen Anspruch wie Vollzeitkräfte.
| Jahresurlaubsanspruch | — |
| Beschäftigungsmonate (dieses Jahr) | — |
| Anteiliger Anspruch | — |
| Bereits genommen | — |
| Resturlaub | — |
| Tagesentgelt | — |
| Abgeltungswert Resturlaub | — |
📊 Rechenbeispiel: 30 Tage Jahresurlaub · Eintritt April · 10 Tage genommen
Berechnung bei Teilzeit
Formel: (Gesetzlicher Urlaubsanspruch ÷ übliche Arbeitstage pro Woche) × tatsächliche Arbeitstage pro Woche. Bei 20 Tagen gesetzlichem Anspruch (5-Tage-Woche) und 3 Arbeitstagen: (20 ÷ 5) × 3 = 12 Urlaubstage.
Urlaubsanspruch im Eintrittsjahr
Im ersten Beschäftigungsjahr entsteht der volle Urlaubsanspruch erst nach 6 Monaten Wartezeit (§4 BUrlG) — bei früherem Austritt wird der Anspruch anteilig für jeden vollen Beschäftigungsmonat berechnet (je 1/12 des Jahresanspruchs).
⚠️ Häufige Fehler
🔍 Sonderfälle
Schwerbehinderung: Schwerbehinderte Menschen haben Anspruch auf 5 zusätzliche Urlaubstage pro Jahr (bei 5-Tage-Woche) nach §208 SGB IX.
Verfall von Urlaub: Nicht genommener Urlaub verfällt grundsätzlich zum Jahresende, außer der Arbeitgeber hat nicht ordnungsgemäß auf den drohenden Verfall hingewiesen.
🏛️ Zuständige Behörden
Bundesurlaubsgesetz (BUrlG)
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Häufige Fragen
Wie berechne ich meinen anteiligen Urlaubsanspruch?
Pro Beschäftigungsmonat entsteht 1/12 des Jahresurlaubs. Bei 30 Tagen Jahresurlaub und Einstellung im April: 9 Monate × 30/12 = 22,5 Tage → aufgerundet 23 Tage (BAG-Rechtsprechung: Bruchteile ab 0,5 aufrunden). Nach 6 Monaten Betriebszugehörigkeit entsteht der volle Jahresanspruch.
Wann verfällt Resturlaub?
Grundsätzlich am 31.12. des Urlaubsjahres. Ausnahme: Übertrag bis 31.03. des Folgejahres bei dringenden betrieblichen Gründen oder persönlichen Umständen. Bei Krankheit die die Urlaubsnahme verhindert: EuGH-Recht gibt 15 Monate ab Jahresende (also bis 31.03. übernächstes Jahr). Der Arbeitgeber muss aktiv auf drohenden Verfall hinweisen (BGH 2019).
Habe ich bei Kündigung Anspruch auf Urlaubsabgeltung?
Ja — wenn der Resturlaub bis zum Austritt nicht mehr genommen werden kann, muss er abgegolten werden. Abgeltung = Resturlaub × Tagesentgelt. Tagesentgelt = Monatslohn ÷ Arbeitstage im Monat (oft 21,75 als Durchschnitt). Die Abgeltung ist lohnsteuerpflichtig und SV-pflichtig.
Was passiert mit dem Urlaub in der Probezeit?
Der volle Urlaubsanspruch entsteht erst nach 6 Monaten Betriebszugehörigkeit. Vorher: anteiliger Anspruch (1/12 pro Monat). Bei Kündigung in der Probezeit: Abgeltung des anteiligen Urlaubs der genommen werden konnte. Achtung: Wurde mehr Urlaub genommen als erarbeitet, kann der Arbeitgeber zu viel gezahltes Urlaubsentgelt zurückfordern — sofern keine anderslautende Vereinbarung.
Verfällt mein Resturlaub automatisch am Jahresende?
Nicht zwingend — nach aktueller Rechtsprechung muss der Arbeitgeber den Arbeitnehmer rechtzeitig und konkret auf den drohenden Verfall hinweisen und zur Urlaubsnahme auffordern. Unterbleibt dieser Hinweis, kann der Urlaubsanspruch auch über das Jahresende hinaus bestehen bleiben.