Überstunden-Rechner 2026
Vergütung & Zuschläge berechnen
Foto: Andrew Neel auf Unsplash
Überstunden sind Arbeitszeit über die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit hinaus — anders als weit verbreitet angenommen, besteht kein automatischer gesetzlicher Anspruch auf Vergütung oder Zuschläge, sofern der Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag nichts anderes regelt.
Viele Arbeitsverträge sehen entweder eine Auszahlung (oft mit Zuschlag von 25-50%) oder einen Freizeitausgleich (1:1 oder mit Zuschlag) vor. Ohne vertragliche Regelung gilt oft eine "Pauschalabgeltung durch das Gehalt" — dies sollte im Arbeitsvertrag genau geprüft werden.
| Bruttogehalt / Monat | — |
| Vertragliche Wochenstunden | — |
| Monatsstunden (× 4,33) | — |
| Stundenlohn brutto | — |
| Überstunden | — |
| Zuschlag | — |
| Überstunden-Stundensatz | — |
| Vergütung gesamt (brutto) | — |
📊 Rechenbeispiel: 3.500 € brutto · 40 Std./Woche · 10 Überstunden · 25% Zuschlag
Auszahlung vs. Freizeitausgleich
Bei Auszahlung wird die Überstunde mit dem regulären Stundenlohn plus eventuellem vertraglichem Zuschlag vergütet. Beim Freizeitausgleich wird die Überstunde durch entsprechende Freizeit kompensiert — oft im Verhältnis 1:1, manchmal mit zusätzlichem Ausgleichsfaktor bei besonders belastenden Zeiten (Nacht, Wochenende).
Rechenbeispiel
Stundenlohn 20 €, 10 Überstunden mit 25% Zuschlag: Vergütung = 10 × 20 € × 1,25 = 250 €.
⚠️ Häufige Fehler
🔍 Sonderfälle
Pauschalabgeltungsklauseln: Klauseln wie "Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten" sind bei sehr pauschaler Formulierung nach der Rechtsprechung oft unwirksam — eine genaue rechtliche Prüfung im Einzelfall ist ratsam.
Führungspositionen: Leitende Angestellte fallen oft nicht unter die üblichen Überstundenregelungen des Arbeitszeitgesetzes.
🏛️ Zuständige Behörden
Arbeitszeitgesetz (ArbZG)
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Häufige Fragen
Haben Arbeitnehmer immer Anspruch auf Überstundenvergütung?
Nein — ein gesetzlicher Anspruch auf Vergütung besteht nur wenn er vertraglich, tariflich oder per Betriebsvereinbarung geregelt ist. Fehlt eine Regelung, können Überstunden auch durch Freizeit ausgeglichen werden. Leitende Angestellte mit hohem Gehalt haben oft keinen Vergütungsanspruch (Arbeitsvertrag prüfen!).
Wie wird der Überstunden-Stundenlohn berechnet?
Stundenlohn = Bruttogehalt ÷ (Wochenstunden × 4,33). Bei 3.500 € und 40 Stunden: 3.500 ÷ (40 × 4,33) = 20,16 €/Stunde. Mit 25% Zuschlag: 20,16 × 1,25 = 25,20 €/Stunde. Der Faktor 4,33 ergibt sich aus 52 Wochen ÷ 12 Monate.
Müssen Überstunden bei Kündigung ausgezahlt werden?
Ja — sofern ein Vergütungsanspruch besteht und die Überstunden dokumentiert sind. Der Arbeitgeber kann nicht einseitig auf Auszahlung bestehen wenn Freizeit vereinbart war. Wichtig: Überstunden verjähren nach 3 Jahren (§195 BGB). Bei Arbeitszeitkonten: Überschuss muss ausgezahlt oder als Freizeit gewährt werden.
Wie viele Überstunden sind zulässig?
Das Arbeitszeitgesetz erlaubt max. 10 Stunden/Tag (normal 8 Stunden). Innerhalb von 6 Monaten muss der Durchschnitt von 8 Stunden/Tag eingehalten werden. Tarifverträge können abweichen. Für Jugendliche unter 18 Jahren: max. 8 Stunden/Tag ohne Ausnahmen. Bei Überschreitung droht dem Arbeitgeber ein Bußgeld bis 30.000 €.
Muss mein Arbeitgeber Überstunden immer bezahlen?
Nicht automatisch — ein gesetzlicher Anspruch auf Vergütung besteht nur, wenn dies im Arbeitsvertrag, einer Betriebsvereinbarung oder einem Tarifvertrag geregelt ist. Fehlt eine solche Regelung, kann es je nach Umständen dennoch einen Vergütungsanspruch nach den Grundsätzen des Bürgerlichen Rechts geben — im Zweifel lohnt sich eine rechtliche Prüfung des individuellen Arbeitsvertrags.