Arbeitszeit-Rechner 2026
Überstunden & Arbeitskonto
Der Arbeitszeit-Rechner berechnet die Differenz zwischen geleisteten (Ist) und vertraglich vereinbarten (Soll) Arbeitsstunden für einen beliebigen Zeitraum. Bei 40 Soll-Stunden pro Woche und tatsächlich geleisteten 45 Stunden entstehen 5 Überstunden pro Woche — das sind 260 Überstunden pro Jahr.
Das Arbeitszeitkonto ist ein wichtiges Instrument moderner Arbeitszeitgestaltung: Überstunden werden gesammelt und können später als Freizeit abgebaut werden. Viele Tarifverträge erlauben Arbeitszeitkonten bis zu ±150 Stunden. Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses müssen Überstunden ausgezahlt werden.
Das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) setzt Obergrenzen: Maximal 8 Stunden pro Werktag (Ausnahme bis 10 Stunden mit Ausgleich). Die durchschnittliche Arbeitszeit darf über 6 Monate nicht über 8 Stunden/Tag liegen. Verstöße können mit bis zu 30.000 € Bußgeld belegt werden.
| Soll / Woche | — |
| Ist / Woche | — |
| Differenz / Woche | — |
| Zeitraum | — |
| Soll-Stunden gesamt | — |
| Ist-Stunden gesamt | — |
| Über-/Unterstunden | — |
| Wert der Überstunden | — |
📊 Rechenbeispiel: 40 Soll-Stunden · 43 Ist-Stunden · 1 Monat
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Häufige Fragen
Bin ich verpflichtet meine Arbeitszeit aufzuzeichnen?
Seit dem BAG-Urteil vom 13.09.2022 und dem Arbeitszeitgesetz-Änderungsentwurf: Ja, Arbeitgeber müssen Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit erfassen. Für Arbeitnehmer: Eigene Aufzeichnungen sind der wichtigste Beweis bei Überstundenstreitigkeiten. Apps, Tabellen oder Notizbücher sind zulässig.
Was passiert mit Überstunden beim Arbeitszeitkonto?
Angesammelte Überstunden können als Freizeit abgebaut werden (1:1, manchmal mit Zuschlag). Bei Kündigung: Auszahlung zum aktuellen Stundenlohn. Verfallen können Überstunden wenn eine Ausschlussklausel im Arbeitsvertrag gilt (oft 3–6 Monate nach Entstehung). Deshalb: Überstunden zeitnah erfassen und schriftlich dokumentieren.
Darf der Arbeitgeber Überstunden anordnen?
Nur wenn es vertraglich, tariflich oder per Betriebsvereinbarung geregelt ist. Spontane Anordnung ohne Grundlage ist unzulässig. In Notfällen (Betriebsstörungen) kann eine kurzfristige Pflicht entstehen. Das ArbZG setzt absolute Obergrenzen (max. 10h/Tag) — diese dürfen auch durch Anweisung nicht überschritten werden.
Wie lange habe ich Zeit um Überstunden geltend zu machen?
Verjährung: 3 Jahre ab Entstehung (§195 BGB). Aber Achtung: Viele Arbeitsverträge enthalten kürzere Ausschlussfristen (3–6 Monate nach Fälligkeit). Diese sind wirksam wenn sie klar formuliert sind. Nach Ablauf dieser Frist sind die Ansprüche verwirkt. Deshalb: Überstunden zeitnah schriftlich beim Arbeitgeber anmelden.