USt-Voranmeldung Rechner 2026
Zahllast berechnen
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Umsatzsteuerpflichtige Unternehmer müssen regelmäßig (monatlich oder quartalsweise, abhängig vom Vorjahresumsatz) eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben — die zu zahlende Umsatzsteuer ergibt sich aus der vereinnahmten Umsatzsteuer abzüglich der gezahlten Vorsteuer auf Geschäftsausgaben.
Kleinunternehmer nach §19 UStG (Jahresumsatz unter 25.000 €) sind von dieser Pflicht befreit, weisen aber im Gegenzug auch keine Umsatzsteuer auf Rechnungen aus und können keinen Vorsteuerabzug geltend machen.
| Nettoumsatz | — |
| Ausgangssteuer (USt auf Verkäufe) | — |
| Vorsteuer (USt auf Einkäufe) | — |
| Zahllast (Aus − Vor) | — |
| Bei Vorsteuerüberhang: Erstattung | — |
📊 Rechenbeispiel: 20.000 € Nettoumsatz (19%) · 3.200 € Vorsteuer
Wie sich die Zahllast berechnet
Von der auf eigenen Rechnungen ausgewiesenen und vereinnahmten Umsatzsteuer wird die auf eigenen Eingangsrechnungen gezahlte Vorsteuer abgezogen — der verbleibende Betrag (Zahllast) muss ans Finanzamt abgeführt werden. Bei überwiegenden Vorsteuerbeträgen (z.B. durch hohe Investitionen) kann sich auch ein Erstattungsanspruch ergeben.
Rechenbeispiel
Vereinnahmte USt 5.000 €, gezahlte Vorsteuer 1.800 €: Zahllast = 5.000 € − 1.800 € = 3.200 € an das Finanzamt.
⚠️ Häufige Fehler
🔍 Sonderfälle
Dauerfristverlängerung: Bei regelmäßiger Fristüberschreitung kann eine dauerhafte Fristverlängerung um einen Monat beantragt werden, gegen eine Sondervorauszahlung.
Ist- vs. Sollversteuerung: Bei der Sollversteuerung wird die Umsatzsteuer bereits bei Rechnungsstellung fällig, bei der Istversteuerung erst bei tatsächlichem Zahlungseingang — dies kann die Liquidität erheblich beeinflussen.
🏛️ Zuständige Behörden
§18 UStG
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Häufige Fragen
Wann muss ich USt-Voranmeldungen einreichen?
Monatlich: Vorjahreszahllast über 7.500 €. Quartalsweise: 1.000–7.500 €. Keine Pflicht: unter 1.000 €. Neugründer: Immer monatlich in Jahr 1 und 2. Kleinunternehmer: Keine Voranmeldung. Frist: 10. des Folgemonats (mit Dauerfristverlängerung: +1 Monat gegen 1/11 Sondervorauszahlung).
Was ist der Unterschied zwischen Ausgangs- und Eingangssteuer?
Ausgangssteuer: Die USt die Sie Ihren Kunden berechnen (auf Ihren Rechnungen). Eingangssteuer (Vorsteuer): Die USt die Sie auf Ihren Einkäufen zahlen (auf Lieferantenrechnungen). Zahllast = Ausgangssteuer − Vorsteuer. Bei Überhang der Vorsteuer: Erstattung vom Finanzamt.
Was ist die Dauerfristverlängerung?
Gegen Zahlung einer Sondervorauszahlung (1/11 der Vorjahreszahllast) wird die Abgabefrist um 1 Monat verlängert. Bsp: Januarvoranmeldung normalerweise am 10.02., mit Dauerfristverlängerung am 10.03. Sondervorauszahlung wird am Jahresende angerechnet. Antrag einmalig beim Finanzamt.
Was passiert wenn ich die USt-Voranmeldung nicht einreiche?
Verspätungszuschlag: 10% der Zahllast, mindestens 25 €, max. 25.000 €. Schätzung durch das Finanzamt. Zinsen bei zu spät gezahlter Steuer: 1,8% p.a. (seit BVerfG-Urteil). Regelmäßige Versäumnisse können zur Strafverfolgung führen. Tipp: ELSTER kostenlos nutzen oder Steuerberater beauftragen.
Wie oft muss ich eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben?
Dies hängt vom Umsatzsteuerbetrag des Vorjahres ab — bei einer Zahllast über 7.500 € im Vorjahr ist eine monatliche Meldung erforderlich, ansonsten reicht eine quartalsweise Abgabe. Neu gegründete Unternehmen müssen in den ersten beiden Jahren grundsätzlich monatlich melden, unabhängig vom tatsächlichen Umsatz.