Notarkosten-Rechner 2026
Immobilienkauf Kosten
Foto: Kelly Sikkema auf Unsplash
Notarkosten beim Immobilienkauf sind bundesweit gesetzlich einheitlich im Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) geregelt — anders als die Maklerprovision sind sie nicht verhandelbar. Sie betragen üblicherweise ca. 1,5% des Kaufpreises, inklusive Grundbucheintragung und Grundschuldbestellung bei Finanzierung.
Der Notar ist beim Immobilienkauf gesetzlich vorgeschrieben (§311b BGB) — er beurkundet den Kaufvertrag und sorgt für die korrekte Eigentumsübertragung.
| Kaufpreis | — |
| Beurkundung Kaufvertrag | — |
| Auflassungsvormerkung | — |
| Grundschuldeintragung | — |
| Eigentumsumschreibung (GB) | — |
| Notar + Grundbuch gesamt | — |
📊 Rechenbeispiel: 350.000 € Kaufpreis · 280.000 € Grundschuld
Was die Notarkosten umfassen
Beurkundung des Kaufvertrags (größter Posten), Eintragung der Auflassungsvormerkung, Grundbucheintragung des neuen Eigentümers, und bei Finanzierung die Bestellung der Grundschuld für die finanzierende Bank.
Rechenbeispiel
400.000 € Kaufpreis, mit Finanzierung: Notarkosten Kaufvertrag ca. 3.500 €, Grundbucheintragung ca. 1.400 €, Grundschuldbestellung ca. 1.100 € — Gesamt ca. 6.000 € (1,5%).
⚠️ Häufige Fehler
🔍 Sonderfälle
Ohne Finanzierung (Barkauf): Entfällt die Grundschuldbestellung, die Notarkosten sinken entsprechend auf ca. 1,0-1,2%.
Komplexere Verträge: Bei zusätzlichen Vereinbarungen (Wohnrecht, Nießbrauch) können die Notarkosten höher ausfallen.
🏛️ Zuständige Behörden
GNotKG – Gerichts- und Notarkostengesetz
🔗 Verwandte Rechner
Häufige Fragen
Wie hoch sind die Notarkosten beim Immobilienkauf?
Typisch: 1,5–2,0% des Kaufpreises gesamt (Notar + Grundbuch). Bei 350.000 €: ca. 5.000–7.000 €. Die größten Posten: Beurkundung Kaufvertrag, Grundschuldeintragung, Eigentumsumschreibung. Die Gebühren sind gesetzlich festgelegt — nicht verhandelbar.
Wer zahlt die Notarkosten?
Der Käufer trägt die Kosten für Kaufvertragsbeurkundung, Eigentumsumschreibung und Grundschuld. Der Verkäufer kann für die Löschung alter Belastungen zuständig sein. Üblicherweise zahlt der Käufer alle Kosten — außer bei anderer Vereinbarung.
Was kostet die Grundschuld beim Notar?
Grundschuld-Bestellung: Ca. 0,2–0,5% der Grundschuldhöhe (Notar + Grundbuch zusammen). Bei 280.000 € Grundschuld: ca. 1.200–1.500 €. Die Bank verlangt eine Grundschuld als Sicherheit — ohne sie kein Immobilienkredit.
Kann man Notarkosten von der Steuer absetzen?
Bei Eigennutzung: Nein, keine Absetzbarkeit. Bei vermieteter Immobilie: Ja — Notarkosten und Grundbuchgebühren sind als Anschaffungsnebenkosten absetzbar und werden über die Abschreibungsdauer (50 Jahre) verteilt abgesetzt. Kaufnebenkosten erhöhen also die Abschreibungsbasis.
Kann ich den Notar frei wählen?
Ja, in Deutschland kann der Käufer den Notar frei wählen — die Kosten sind gesetzlich einheitlich geregelt, sodass die Wahl des Notars keinen Einfluss auf die Höhe der Gebühren hat, wohl aber auf Termine und Servicequalität.