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📅 Aktualisiert: Juni 2026

Mieten vs. Kaufen Rechner 2026

Was lohnt sich mehr?

Die Entscheidung zwischen Mieten und Kaufen ist eine der größten Finanzentscheidungen. In Deutschland beträgt das durchschnittliche Preis-Miete-Verhältnis 2026 ca. 25–35 — das heißt: Ein Haus kostet 25–35 Jahresmieten. Bei einem Verhältnis über 25 ist Mieten oft günstiger, darunter oft Kaufen.

Beim Kauf entstehen erhebliche Nebenkosten: Grunderwerbsteuer (3,5–6,5% je nach Bundesland), Notar und Grundbuch (ca. 1,5–2%), ggf. Makler (3,57%). Das sind insgesamt 10–15% des Kaufpreises, die nicht finanziert werden können. Dazu kommen laufende Kosten: Grundsteuer, Instandhaltung (ca. 1–2% des Gebäudewerts/Jahr), Hausgeld bei ETW.

Mieter hingegen können ihr Eigenkapital anlegen und Rendite erzielen. Bei 7% Rendite im ETF-Sparplan und Mietkosten unter dem Kredit wäre Mieten langfristig rentabler. Der Break-Even liegt je nach Zins, Tilgung und Mietentwicklung bei 10–20 Jahren.

📋 Rechtliche Grundlage: Preis-Miete-Verhältnis: Kaufpreis ÷ Jahreskaltmiete. Empirica-Institut: Durchschnitt Deutschland 2026 ca. 26–32. Niedrige Werte (unter 20): Kaufen günstiger. Hohe Werte (über 30): Mieten oft vorteilhafter. Kaufnebenkosten: §11 GrEStG, GNotKG, MaBV.
€/Mon.
%
%
%
Preis-Miete-Verhältnis
Jahresmieten
Monatsrate Kredit
Empfehlung
Kaufnebenkosten (ca.)
Kaufpreis
Eigenkapital
Kaufnebenkosten (ca. 10%)
Darlehensbetrag
Monatsrate (Zins + Tilgung)
Vergleichsmiete
Mehrkosten Kauf vs. Miete / Mon.
Preis-Miete-Verhältnis
Wichtig: Diese Berechnung berücksichtigt nicht: Wertsteigerung der Immobilie, Opportunitätskosten des Eigenkapitals, steuerliche Vorteile (AfA bei Vermietung), emotionalen Wert des Wohneigentums. Für eine vollständige Entscheidung ist eine individuelle Finanzberatung empfohlen.

📊 Rechenbeispiel: 400.000 € Kaufpreis · 1.200 € Miete · 4% Zins

Kaufpreis
400.000 €
Eigenkapital
80.000 €
Monatsrate
1.500 €
Vergleichsmiete
1.200 €
Mehrkosten Kauf
300 €/Mon.
Preis-Miete-Verhältnis
27,8×

Preis-Miete > 25: Tendenz Mieten günstiger. Abhängig von Wertsteigerung und Zinsentwicklung.

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Häufige Fragen

Wann lohnt sich kaufen mehr als mieten?

Kaufen lohnt sich tendenziell wenn: Preis-Miete-Verhältnis unter 20, niedrige Zinsen (unter 3%), langfristiger Verbleib geplant (mind. 10–15 Jahre), ausreichend Eigenkapital (20%+), Erwartung von Wertsteigerungen. Mieten lohnt sich bei: hohem Preis-Miete-Verhältnis (über 25), hoher Mobilität, stabilem oder sinkendem Immobilienmarkt.

Was ist das Preis-Miete-Verhältnis?

Kaufpreis ÷ Jahreskaltmiete. Beispiel: 400.000 € ÷ (1.200 × 12) = 27,8. Das bedeutet: Die Immobilie kostet 27,8 Jahresmieten. In Deutschland liegt das Verhältnis 2026 in Großstädten bei 30–40, in ländlichen Regionen bei 15–20. Bis 2021 lag die Faustregel: unter 25 kaufen, über 25 mieten.

Was kostet Wohneigentum wirklich?

Neben der Monatsrate fallen an: Grundsteuer (ca. 200–500 €/Jahr), Instandhaltungsrücklage (1–2% des Gebäudewerts/Jahr = 3.000–6.000 €/Jahr bei 300.000 € Haus), Versicherungen (Gebäude, Elementar), Hausgeld (bei ETW ca. 200–400 €/Monat). Gesamtkosten oft 15–25% über der reinen Kreditrate.

Wie lange muss ich wohnen bleiben damit sich Kaufen lohnt?

Als Faustregel gilt der Break-Even bei 8–15 Jahren, je nach Kaufnebenkosten, Zinsen und Mietentwicklung. Bei hohen Kaufnebenkosten (10–15%) dauert es länger bis diese durch Wertsteigerung und gesparte Miete amortisiert sind. Wer kürzer bleiben will, sollte mieten.