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📅 Aktualisiert: August 2026

Mieten vs. Kaufen Rechner 2026

Was lohnt sich mehr?

Entscheidung zwischen Mieten und Kaufen einer Immobilie

Foto: Jakub Żerdzicki auf Unsplash

Die Entscheidung zwischen Mieten und Kaufen hängt von vielen Faktoren ab: Kaufpreis im Verhältnis zur Jahresmiete (Kaufpreisfaktor), verfügbares Eigenkapital, geplante Wohndauer, und die alternative Rendite, die das Eigenkapital anderweitig erzielen könnte (z.B. über einen ETF-Sparplan).

Als grobe Faustregel gilt: Bei einem Kaufpreisfaktor unter 20-25 (Kaufpreis ÷ Jahreskaltmiete) ist Kaufen oft wirtschaftlicher vorteilhaft, bei deutlich höheren Faktoren (häufig in Großstädten) kann Mieten finanziell günstiger sein.

📋 Berechnungsgrundlage: Kaufpreisfaktor = Kaufpreis ÷ Jahreskaltmiete. Faktor unter 20-25: Kaufen oft vorteilhaft. Faktor über 30: Mieten oft günstiger.
€/Mon.
%
%
%
Preis-Miete-Verhältnis
Jahresmieten
Monatsrate Kredit
Empfehlung
Kaufnebenkosten (ca.)
Kaufpreis
Eigenkapital
Kaufnebenkosten (ca. 10%)
Darlehensbetrag
Monatsrate (Zins + Tilgung)
Vergleichsmiete
Mehrkosten Kauf vs. Miete / Mon.
Preis-Miete-Verhältnis
Wichtig: Diese Berechnung berücksichtigt nicht: Wertsteigerung der Immobilie, Opportunitätskosten des Eigenkapitals, steuerliche Vorteile (AfA bei Vermietung), emotionalen Wert des Wohneigentums. Für eine vollständige Entscheidung ist eine individuelle Finanzberatung empfohlen.
🛡️ Zuletzt aktualisiert: 11. August 2026
Geprüft nach: Standard-Immobilienbewertungsmethoden, Kaufpreisfaktor-Analyse
Was der Rechner berücksichtigt: Kaufpreisfaktor-Berechnung, grober Vergleich der Gesamtkosten über die Zeit
Was der Rechner nicht berücksichtigt: Individuelle Wertsteigerungserwartungen, emotionale Faktoren (Sicherheit, Gestaltungsfreiheit), regionale Marktentwicklung

📊 Rechenbeispiel: 400.000 € Kaufpreis · 1.200 € Miete · 4% Zins

Kaufpreis
400.000 €
Eigenkapital
80.000 €
Monatsrate
1.500 €
Vergleichsmiete
1.200 €
Mehrkosten Kauf
300 €/Mon.
Preis-Miete-Verhältnis
27,8×

Preis-Miete > 25: Tendenz Mieten günstiger. Abhängig von Wertsteigerung und Zinsentwicklung.

Der Kaufpreisfaktor als erste Orientierung

Formel: Kaufpreis ÷ Jahreskaltmiete vergleichbarer Mietobjekte. Ein Faktor von 20 bedeutet, dass sich der Kaufpreis theoretisch nach 20 Jahren Mieteinnahmen "amortisiert" hätte — ein niedrigerer Faktor spricht tendenziell für Kaufen.

Weitere wichtige Faktoren

Geplante Wohndauer (unter 5-7 Jahren spricht meist für Mieten wegen der hohen Kaufnebenkosten), verfügbares Eigenkapital, aktuelle Zinssätze für die Finanzierung, und die persönliche Präferenz für Flexibilität vs. Sicherheit.

⚠️ Häufige Fehler

1. Nur den Kaufpreisfaktor isoliert betrachten: Individuelle Faktoren wie Eigenkapital, Zinssätze und geplante Wohndauer sind ebenso wichtig.
2. Opportunitätskosten des Eigenkapitals ignorieren: Das für den Kauf gebundene Kapital könnte alternativ investiert werden — dieser Vergleich fehlt oft.
3. Instandhaltungskosten als Eigentümer unterschätzen: Anders als Mieter tragen Eigentümer alle Reparatur- und Instandhaltungskosten selbst.
4. Kurze Wohndauer bei Kaufentscheidung ignorieren: Die hohen Kaufnebenkosten amortisieren sich oft erst nach mehreren Jahren.
5. Emotionale Faktoren komplett ausblenden: Sicherheit und Gestaltungsfreiheit im Eigentum haben einen Wert, der sich nicht rein finanziell abbilden lässt.

🔍 Sonderfälle

Kurze Wohndauer geplant: Bei einem Zeithorizont unter 5-7 Jahren überwiegen oft die hohen Kaufnebenkosten (10-15%) den Vorteil des Eigentums.

Selbstnutzung vs. Kapitalanlage: Bei Eigennutzung spielen auch nicht-finanzielle Faktoren wie Gestaltungsfreiheit eine wichtige Rolle.

🏛️ Zuständige Behörden

📚 Rechtsgrundlagen & Quellen (Stand: 2026):
Standardliteratur Immobilienbewertung

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Häufige Fragen

Wann lohnt sich kaufen mehr als mieten?

Kaufen lohnt sich tendenziell wenn: Preis-Miete-Verhältnis unter 20, niedrige Zinsen (unter 3%), langfristiger Verbleib geplant (mind. 10–15 Jahre), ausreichend Eigenkapital (20%+), Erwartung von Wertsteigerungen. Mieten lohnt sich bei: hohem Preis-Miete-Verhältnis (über 25), hoher Mobilität, stabilem oder sinkendem Immobilienmarkt.

Was ist das Preis-Miete-Verhältnis?

Kaufpreis ÷ Jahreskaltmiete. Beispiel: 400.000 € ÷ (1.200 × 12) = 27,8. Das bedeutet: Die Immobilie kostet 27,8 Jahresmieten. In Deutschland liegt das Verhältnis 2026 in Großstädten bei 30–40, in ländlichen Regionen bei 15–20. Bis 2021 lag die Faustregel: unter 25 kaufen, über 25 mieten.

Was kostet Wohneigentum wirklich?

Neben der Monatsrate fallen an: Grundsteuer (ca. 200–500 €/Jahr), Instandhaltungsrücklage (1–2% des Gebäudewerts/Jahr = 3.000–6.000 €/Jahr bei 300.000 € Haus), Versicherungen (Gebäude, Elementar), Hausgeld (bei ETW ca. 200–400 €/Monat). Gesamtkosten oft 15–25% über der reinen Kreditrate.

Wie lange muss ich wohnen bleiben damit sich Kaufen lohnt?

Als Faustregel gilt der Break-Even bei 8–15 Jahren, je nach Kaufnebenkosten, Zinsen und Mietentwicklung. Bei hohen Kaufnebenkosten (10–15%) dauert es länger bis diese durch Wertsteigerung und gesparte Miete amortisiert sind. Wer kürzer bleiben will, sollte mieten.

Ab welchem Kaufpreisfaktor lohnt sich Kaufen eher?

Als grobe Faustregel gilt ein Faktor unter 20-25 als Hinweis, dass Kaufen finanziell vorteilhaft sein könnte. In vielen deutschen Großstädten liegt der Faktor jedoch oft bei 30 oder höher, wo eine sorgfältigere individuelle Rechnung besonders wichtig wird.