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📅 Aktualisiert: August 2026

Grundsteuer-Rechner 2026

Neue Grundsteuer berechnen

Hausschlüssel zur Grundsteuerberechnung

Foto: Lensing auf Unsplash

Die Grundsteuer ist eine jährliche Steuer auf Grundbesitz, die von der Gemeinde erhoben wird. Nach der Grundsteuerreform wird sie in drei Schritten berechnet: Grundsteuerwert × Steuermesszahl × Hebesatz (von der jeweiligen Gemeinde festgelegt).

Anders als die einmalige Grunderwerbsteuer beim Kauf fällt die Grundsteuer jährlich dauerhaft an, sowohl für Eigentümer als auch (über die Nebenkostenabrechnung) anteilig für Mieter.

📋 Rechtliche Grundlage: Grundsteuergesetz (GrStG) nach Reform 2025. Formel: Grundsteuerwert × Steuermesszahl (0,031-0,034%) × Hebesatz der Gemeinde (oft 300-900%).

Aus dem Grundsteuerwertbescheid des Finanzamts. Bei Wohngrundstücken typisch 100.000–500.000 €.

%

Bundesschnitt 2025/2026: ca. 400%. Städte oft höher (Berlin 810%, Hamburg 540%).

Grundsteuer / Jahr
Grundsteuer / Monat
Grundsteuermessbetrag
Anteil an Nebenkosten
Grundsteuerwert
Grundsteuermesszahl
Grundsteuermessbetrag
Hebesatz
Grundsteuer / Jahr
Grundsteuer / Monat
Reform 2025: Neue Grundsteuer gilt ab 2025. Abweichende Ländermodelle: Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Saarland nutzen eigene Modelle. Einspruch gegen den Grundsteuerwertbescheid möglich innerhalb 1 Monat nach Zustellung.
🛡️ Zuletzt aktualisiert: 11. August 2026
Geprüft nach: GrStG (reformiert), Grundsteuerwert-Bescheide der Finanzämter
Was der Rechner berücksichtigt: Dreistufige Berechnung nach der Grundsteuerreform
Was der Rechner nicht berücksichtigt: Individuelle Grundsteuerwert-Feststellung (diese erfolgt durch das Finanzamt), regionale Sonderregelungen einzelner Bundesländer (Bayern, Hamburg, Niedersachsen haben eigene Modelle)

📊 Rechenbeispiel: Grundsteuerwert 180.000 € · 0,34‰ · Hebesatz 400%

Grundsteuerwert
180.000 €
Messzahl
0,34‰
Messbetrag
180.000 × 0,00034 = 61,20 €
Hebesatz
400%
Grundsteuer / Jahr
244,80 €
Grundsteuer / Monat
20,40 €

Die drei Berechnungsschritte

1. Grundsteuerwert (vom Finanzamt festgestellt, basierend auf Bodenrichtwert und Immobiliendaten). 2. Steuermessbetrag = Grundsteuerwert × Steuermesszahl. 3. Jährliche Grundsteuer = Steuermessbetrag × Hebesatz der Gemeinde.

Hebesätze variieren stark

Der Hebesatz wird von jeder Gemeinde individuell festgelegt und kann zwischen unter 300% und über 900% liegen — Großstädte haben oft deutlich höhere Hebesätze als ländliche Gemeinden.

⚠️ Häufige Fehler

1. Grundsteuerwert mit Verkehrswert verwechseln: Der Grundsteuerwert ist eine eigenständige, oft niedrigere Bewertungsgröße als der tatsächliche Marktwert.
2. Hebesatz-Unterschiede zwischen Gemeinden unterschätzen: Bei einem Umzug in eine andere Gemeinde kann sich die Grundsteuer erheblich ändern.
3. Bundeslandspezifische Modelle ignorieren: Mehrere Bundesländer nutzen abweichende Berechnungsmethoden vom Bundesmodell.
4. Grundsteuerbescheid nicht prüfen: Fehler in der Wertfeststellung sollten innerhalb der Einspruchsfrist reklamiert werden.
5. Umlagefähigkeit auf Mieter vergessen: Vermieter können die Grundsteuer über die Nebenkosten an Mieter weitergeben.

🔍 Sonderfälle

Bundesländer mit eigenem Modell: Bayern, Hamburg, Niedersachsen, Hessen und Baden-Württemberg nutzen abweichende Berechnungsmodelle statt des Bundesmodells.

Umlage auf Mieter: Die Grundsteuer zählt zu den umlagefähigen Nebenkosten und wird anteilig über die Nebenkostenabrechnung an Mieter weitergegeben.

🏛️ Zuständige Behörden

Finanzamt
Grunderwerbsteuer, Grundsteuer
ELSTER →
Gemeinde/Stadt
Festlegung des Hebesatzes
📚 Rechtsgrundlagen & Quellen (Stand: 2026):
Grundsteuergesetz (GrStG)

🔗 Verwandte Rechner

Häufige Fragen

Was hat sich bei der Grundsteuer 2025 geändert?

Die Einheitswerte aus 1964 (West) und 1935 (Ost) wurden durch neue Grundsteuerwerte ersetzt. Neue Berechnung nach Bodenrichtwert, Fläche, Gebäudeart. Die Messzahl (0,34‰) und der gemeindliche Hebesatz sind gleich geblieben. Ergebnis: Für manche Grundstücke höhere, für andere niedrigere Grundsteuer.

Wo finde ich meinen Grundsteuerwert?

Im Grundsteuerwertbescheid des zuständigen Finanzamts — wurde 2022–2023 automatisch zugestellt. Bei Fragen: Finanzamt kontaktieren. Für eigene Berechnung: BORIS-Daten (Bodenrichtwert-Informationssystem) online einsehbar.

Kann die Grundsteuer auf Mieter umgelegt werden?

Ja — die Grundsteuer ist nach BetrKV §2 Nr.1 eine umlagefähige Betriebskosten. Vermieter können sie vollständig in der Nebenkostenabrechnung auf Mieter umlegen. Bei steigender Grundsteuer steigen also auch die Nebenkosten der Mieter.

Wann lohnt sich ein Einspruch gegen den Grundsteuerwert?

Wenn der festgesetzte Grundsteuerwert nachweislich zu hoch ist — etwa weil der Bodenrichtwert fehlerhaft angesetzt wurde oder die Wohnfläche falsch eingetragen ist. Frist: 1 Monat nach Zustellung des Bescheids. Musterklagen laufen noch — viele Steuerberater empfehlen prophylaktischen Einspruch.

Warum hat sich meine Grundsteuer durch die Reform geändert?

Die Grundsteuerreform hat die Bewertungsgrundlage komplett neu berechnet, da die alten Einheitswerte teils jahrzehntealt und veraltet waren. Je nach individueller Immobilie und Lage kann sich die Grundsteuer dadurch erhöht oder verringert haben.