Grundsteuer-Rechner 2026
Neue Grundsteuer berechnen
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Die Grundsteuer ist eine jährliche Steuer auf Grundbesitz, die von der Gemeinde erhoben wird. Nach der Grundsteuerreform wird sie in drei Schritten berechnet: Grundsteuerwert × Steuermesszahl × Hebesatz (von der jeweiligen Gemeinde festgelegt).
Anders als die einmalige Grunderwerbsteuer beim Kauf fällt die Grundsteuer jährlich dauerhaft an, sowohl für Eigentümer als auch (über die Nebenkostenabrechnung) anteilig für Mieter.
Aus dem Grundsteuerwertbescheid des Finanzamts. Bei Wohngrundstücken typisch 100.000–500.000 €.
Bundesschnitt 2025/2026: ca. 400%. Städte oft höher (Berlin 810%, Hamburg 540%).
| Grundsteuerwert | — |
| Grundsteuermesszahl | — |
| Grundsteuermessbetrag | — |
| Hebesatz | — |
| Grundsteuer / Jahr | — |
| Grundsteuer / Monat | — |
📊 Rechenbeispiel: Grundsteuerwert 180.000 € · 0,34‰ · Hebesatz 400%
Die drei Berechnungsschritte
1. Grundsteuerwert (vom Finanzamt festgestellt, basierend auf Bodenrichtwert und Immobiliendaten). 2. Steuermessbetrag = Grundsteuerwert × Steuermesszahl. 3. Jährliche Grundsteuer = Steuermessbetrag × Hebesatz der Gemeinde.
Hebesätze variieren stark
Der Hebesatz wird von jeder Gemeinde individuell festgelegt und kann zwischen unter 300% und über 900% liegen — Großstädte haben oft deutlich höhere Hebesätze als ländliche Gemeinden.
⚠️ Häufige Fehler
🔍 Sonderfälle
Bundesländer mit eigenem Modell: Bayern, Hamburg, Niedersachsen, Hessen und Baden-Württemberg nutzen abweichende Berechnungsmodelle statt des Bundesmodells.
Umlage auf Mieter: Die Grundsteuer zählt zu den umlagefähigen Nebenkosten und wird anteilig über die Nebenkostenabrechnung an Mieter weitergegeben.
🏛️ Zuständige Behörden
Grundsteuergesetz (GrStG)
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Häufige Fragen
Was hat sich bei der Grundsteuer 2025 geändert?
Die Einheitswerte aus 1964 (West) und 1935 (Ost) wurden durch neue Grundsteuerwerte ersetzt. Neue Berechnung nach Bodenrichtwert, Fläche, Gebäudeart. Die Messzahl (0,34‰) und der gemeindliche Hebesatz sind gleich geblieben. Ergebnis: Für manche Grundstücke höhere, für andere niedrigere Grundsteuer.
Wo finde ich meinen Grundsteuerwert?
Im Grundsteuerwertbescheid des zuständigen Finanzamts — wurde 2022–2023 automatisch zugestellt. Bei Fragen: Finanzamt kontaktieren. Für eigene Berechnung: BORIS-Daten (Bodenrichtwert-Informationssystem) online einsehbar.
Kann die Grundsteuer auf Mieter umgelegt werden?
Ja — die Grundsteuer ist nach BetrKV §2 Nr.1 eine umlagefähige Betriebskosten. Vermieter können sie vollständig in der Nebenkostenabrechnung auf Mieter umlegen. Bei steigender Grundsteuer steigen also auch die Nebenkosten der Mieter.
Wann lohnt sich ein Einspruch gegen den Grundsteuerwert?
Wenn der festgesetzte Grundsteuerwert nachweislich zu hoch ist — etwa weil der Bodenrichtwert fehlerhaft angesetzt wurde oder die Wohnfläche falsch eingetragen ist. Frist: 1 Monat nach Zustellung des Bescheids. Musterklagen laufen noch — viele Steuerberater empfehlen prophylaktischen Einspruch.
Warum hat sich meine Grundsteuer durch die Reform geändert?
Die Grundsteuerreform hat die Bewertungsgrundlage komplett neu berechnet, da die alten Einheitswerte teils jahrzehntealt und veraltet waren. Je nach individueller Immobilie und Lage kann sich die Grundsteuer dadurch erhöht oder verringert haben.