Körperschaftsteuer-Rechner 2026
GmbH Steuerbelastung
Foto: Kelly Sikkema auf Unsplash
Die Körperschaftsteuer betrifft den Gewinn von Kapitalgesellschaften (GmbH, AG, UG) und beträgt einheitlich 15% des zu versteuernden Einkommens, zuzüglich 5,5% Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer selbst — anders als bei natürlichen Personen gibt es hier keinen progressiven Tarif.
Anders als bei Personengesellschaften oder Einzelunternehmen ist der Körperschaftsteuersatz unabhängig von der Höhe des Gewinns immer gleich — dies vereinfacht die Steuerplanung, macht aber auch keine Rücksicht auf kleinere Unternehmen mit geringerem Gewinn.
Wie viel % des Gewinns nach GmbH-Steuern wird ausgeschüttet?
| GmbH-Gewinn | — |
| Gewerbesteuer | — |
| Körperschaftsteuer (15%) | — |
| SolZ auf KSt (5,5%) | — |
| GmbH-Steuern gesamt | — |
| Gewinn nach GmbH-Steuern | — |
| Ausschüttung | — |
| Steuer auf Ausschüttung | — |
| Netto beim Gesellschafter | — |
| Gesamtsteuerquote | — |
📊 Rechenbeispiel: 100.000 € Gewinn · Hebesatz 400% · 100% Ausschüttung · Abgeltungssteuer
Gesamtsteuerquote: ca. 48%. Teileinkünfteverfahren kann bei hohem persönlichen Satz günstiger sein.
Warum kein progressiver Tarif?
Anders als die Einkommensteuer für natürliche Personen ist die Körperschaftsteuer ein proportionaler (flacher) Steuersatz — unabhängig von der Höhe des Gewinns wird immer derselbe Prozentsatz angewendet. Dies unterscheidet sich grundlegend vom progressiven System bei Einzelunternehmern oder Personengesellschaften.
Rechenbeispiel
Zu versteuerndes Einkommen 80.000 €: Körperschaftsteuer = 80.000 € × 15% = 12.000 €. Solidaritätszuschlag = 12.000 € × 5,5% = 660 €. Gesamt = 12.660 €.
⚠️ Häufige Fehler
🔍 Sonderfälle
Verdeckte Gewinnausschüttung: Wenn ein Gesellschafter-Geschäftsführer unangemessen hohe Vergütungen erhält, kann dies steuerlich als verdeckte Gewinnausschüttung gewertet werden und zu Nachforderungen führen.
Organschaft: Bei Unternehmensgruppen kann eine steuerliche Organschaft die Verrechnung von Gewinnen und Verlusten zwischen verbundenen Unternehmen ermöglichen.
🏛️ Zuständige Behörden
§23 KStG
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Häufige Fragen
Wie hoch ist die Gesamtsteuerbelastung einer GmbH?
GmbH-Ebene: Körperschaftsteuer 15% + SolZ 0,825% + Gewerbesteuer ca. 14% = ca. 29–33% (je nach Hebesatz). Dann bei Ausschüttung: Abgeltungssteuer 26,375% auf das, was nach GmbH-Steuern bleibt. Gesamtbelastung: ca. 48–52%. Thesaurierung (einbehalten): Nur ca. 30% GmbH-Steuer.
Wann lohnt sich eine GmbH gegenüber Einzelunternehmen?
GmbH lohnt sich ab ca. 60.000–80.000 € Gewinn und wenn: Gewinne einbehalten werden sollen (Thesaurierung günstiger), Haftungsschutz wichtig ist, Investoren geplant sind. Bei niedrigeren Gewinnen: oft Einzelunternehmen günstiger (keine doppelte Steuerbelastung bei Ausschüttung, keine Gründungskosten).
Was ist der Unterschied zwischen Abgeltungssteuer und Teileinkünfteverfahren?
Abgeltungssteuer: 25% auf die volle Dividende (+ SolZ = 26,375%). Teileinkünfteverfahren: 60% der Dividende × persönlicher ESt-Satz. Bei niedrigem persönlichem Satz (unter 42%): Teileinkünfte günstiger. Bei hohem Satz (über 42%): Abgeltungssteuer günstiger. Teileinkünfte setzen mind. 25% Beteiligung voraus.
Wie optimiert man die GmbH-Besteuerung?
Gehalt des Gesellschafter-GF: Gehalt mindert GmbH-Gewinn, wird beim GF persönlich besteuert — oft günstiger als Dividende. Thesaurierung: Gewinne einbehalten und reinvestieren statt ausschütten = nur GmbH-Steuer (30%). Verlustvortrag: Verluste in schlechten Jahren mit späteren Gewinnen verrechnen. Steuerberater für GmbH-Optimierung unbedingt sinnvoll.
Gilt der Körperschaftsteuersatz für alle Unternehmensgrößen gleich?
Ja, anders als bei der progressiven Einkommensteuer für natürliche Personen gilt der Körperschaftsteuersatz von 15% einheitlich für alle Kapitalgesellschaften, unabhängig von der Höhe des erzielten Gewinns — es gibt keine Staffelung oder Vergünstigung für kleinere Unternehmen bei diesem speziellen Steuersatz.