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📅 Aktualisiert: August 2026

Eigenkapitalquote-Rechner 2026

Immobilienfinanzierung

Taschenrechner zur Berechnung der Eigenkapitalquote

Foto: Kelly Sikkema auf Unsplash

Die Eigenkapitalquote gibt an, welcher Anteil einer Finanzierung (z.B. Immobilienkauf) durch eigene Mittel statt durch Fremdkapital (Kredit) gedeckt wird. Eine höhere Eigenkapitalquote führt meist zu besseren Kreditkonditionen und geringerem finanziellen Risiko.

Bei Immobilienfinanzierungen gilt eine Eigenkapitalquote von mindestens 20% (zusätzlich zu den Kaufnebenkosten) als solide Grundlage für gute Zinskonditionen — höhere Quoten verbessern die Konditionen meist weiter.

📋 Berechnungsgrundlage: Eigenkapitalquote = Eigenkapital ÷ Gesamtfinanzierungsbedarf × 100. Empfohlener Mindestwert bei Immobilien: 20%.
Eigenkapitalquote
Beleihungsauslauf (LTV)
Darlehensbedarf
Zinsbonus (ca.)
Kaufpreis
Kaufnebenkosten
Gesamtbedarf
Eigenkapital
Darlehen
Eigenkapitalquote (von Kaufpreis)
Beleihungsauslauf
🛡️ Zuletzt aktualisiert: 11. August 2026
Geprüft nach: Standard-Finanzierungskennzahlen der Kreditwirtschaft
Was der Rechner berücksichtigt: Prozentuale Berechnung des Eigenkapitalanteils an der Gesamtfinanzierung
Was der Rechner nicht berücksichtigt: Individuelle Bonitätsbewertung der Bank, regionale Unterschiede bei Zinskonditionen je nach Eigenkapitalquote

📊 Rechenbeispiel: 350.000 EUR · 80.000 EUR EK · 12% Nebenkosten

Nebenkosten
42.000 EUR
Gesamtbedarf
392.000 EUR
Darlehen
312.000 EUR
Eigenkapitalquote
22,9%
LTV
89,1%
Tipp
EK erhoehen fuer Zinsvorteil

Warum die Eigenkapitalquote wichtig ist

Banken bewerten das Ausfallrisiko eines Kredits unter anderem anhand der Eigenkapitalquote — je höher der Eigenkapitalanteil, desto geringer das Risiko für die Bank, was sich meist in besseren Zinskonditionen niederschlägt. Bei sehr niedriger oder fehlender Eigenkapitalquote (Vollfinanzierung) sind die Zinsen oft spürbar höher.

Rechenbeispiel

400.000 € Immobilie, 80.000 € Eigenkapital, plus 48.000 € Kaufnebenkosten aus Eigenkapital: Eigenkapitalquote (bezogen auf Kaufpreis) = 80.000 ÷ 400.000 × 100 = 20%.

⚠️ Häufige Fehler

1. Kaufnebenkosten bei der Eigenkapitalberechnung vergessen: Diese sollten zusätzlich zum reinen Eigenkapitalanteil am Kaufpreis eingeplant werden.
2. Zu niedrige Eigenkapitalquote unterschätzen: Dies führt oft zu spürbar höheren Zinskosten über die gesamte Finanzierungslaufzeit.
3. Gesamtes verfügbares Kapital als Eigenkapital einplanen: Ein finanzieller Puffer für Notfälle sollte auch nach der Finanzierung erhalten bleiben.
4. Eigenkapitalquote isoliert ohne Zinsvergleich bewerten: Die konkrete Auswirkung auf die Zinskonditionen sollte bei verschiedenen Banken verglichen werden.
5. Vollfinanzierung als grundsätzlich unmöglich ansehen: Bei sehr guter Bonität ist dies möglich, aber meist mit deutlich höheren Zinsen verbunden.

🔍 Sonderfälle

110%-Finanzierung: Bei besonders guter Bonität finanzieren manche Banken auch die Nebenkosten mit, jedoch meist zu ungünstigeren Zinskonditionen.

Unternehmensfinanzierung: Auch bei Unternehmensgründungen oder -investitionen ist die Eigenkapitalquote eine wichtige Kennzahl für die Bonitätsbeurteilung.

🏛️ Zuständige Behörden

📚 Rechtsgrundlagen & Quellen (Stand: 2026):
Standardliteratur Immobilienfinanzierung

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Häufige Fragen

Wie viel Eigenkapital brauche ich fuer Hauskauf?

Mindestens Kaufnebenkosten (9 bis 15%) aus EK. Empfohlen: 20 bis 30% des Kaufpreises gesamt. Beispiel 350.000 EUR: Mind. 70.000 EUR (20%). Weniger: Moeglich aber teuer (hoehe Zinsen, hohe Rate).

Was ist der Beleihungsauslauf LTV?

LTV (Loan-to-Value) = Darlehensbetrag / Immobilienwert x 100. Je niedriger desto besser. Unter 60%: Beste Hypothekenzinsen. 60 bis 80%: Gut. 80 bis 90%: Teurer. Ueber 90%: Erhebliche Zinsaufschlaege.

Wie verbessere ich meine Eigenkapitalquote?

Laenger sparen vor Kauf. Eltern- / Familiendarlehen (zinsgueenstig). Riester-Wohnfoerderung (aus Riester-Vertrag fuer EK nutzen). Arbeitgeber-VL. Bausparvertrag. Mehr EK = bessere Zinsen + niedrigere Rate.

Kann man ohne Eigenkapital kaufen?

Vollfinanzierung (110%): Moeglich aber sehr teuer und riskant. Banken verlangen oft 1 bis 2% hoeheren Zinssatz. Risiko: Bei Wertverlust Immobilie weniger wert als Schulden. Nur fuer sehr sichere Einkommenssituationen und guenstige Kaufpreise.

Wie viel Eigenkapital sollte ich für eine Immobilienfinanzierung haben?

Als Faustregel gelten mindestens 20% des Kaufpreises als Eigenkapital, zuzüglich der vollständigen Kaufnebenkosten (weitere 10-15%) — insgesamt also etwa 30-35% des Kaufpreises aus eigenen Mitteln. Eine höhere Eigenkapitalquote verbessert die Zinskonditionen in der Regel weiter.