Eigenkapitalquote-Rechner 2026
Immobilienfinanzierung
Foto: Kelly Sikkema auf Unsplash
Die Eigenkapitalquote gibt an, welcher Anteil einer Finanzierung (z.B. Immobilienkauf) durch eigene Mittel statt durch Fremdkapital (Kredit) gedeckt wird. Eine höhere Eigenkapitalquote führt meist zu besseren Kreditkonditionen und geringerem finanziellen Risiko.
Bei Immobilienfinanzierungen gilt eine Eigenkapitalquote von mindestens 20% (zusätzlich zu den Kaufnebenkosten) als solide Grundlage für gute Zinskonditionen — höhere Quoten verbessern die Konditionen meist weiter.
| Kaufpreis | — |
| Kaufnebenkosten | — |
| Gesamtbedarf | — |
| Eigenkapital | — |
| Darlehen | — |
| Eigenkapitalquote (von Kaufpreis) | — |
| Beleihungsauslauf | — |
📊 Rechenbeispiel: 350.000 EUR · 80.000 EUR EK · 12% Nebenkosten
Warum die Eigenkapitalquote wichtig ist
Banken bewerten das Ausfallrisiko eines Kredits unter anderem anhand der Eigenkapitalquote — je höher der Eigenkapitalanteil, desto geringer das Risiko für die Bank, was sich meist in besseren Zinskonditionen niederschlägt. Bei sehr niedriger oder fehlender Eigenkapitalquote (Vollfinanzierung) sind die Zinsen oft spürbar höher.
Rechenbeispiel
400.000 € Immobilie, 80.000 € Eigenkapital, plus 48.000 € Kaufnebenkosten aus Eigenkapital: Eigenkapitalquote (bezogen auf Kaufpreis) = 80.000 ÷ 400.000 × 100 = 20%.
⚠️ Häufige Fehler
🔍 Sonderfälle
110%-Finanzierung: Bei besonders guter Bonität finanzieren manche Banken auch die Nebenkosten mit, jedoch meist zu ungünstigeren Zinskonditionen.
Unternehmensfinanzierung: Auch bei Unternehmensgründungen oder -investitionen ist die Eigenkapitalquote eine wichtige Kennzahl für die Bonitätsbeurteilung.
🏛️ Zuständige Behörden
Standardliteratur Immobilienfinanzierung
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Häufige Fragen
Wie viel Eigenkapital brauche ich fuer Hauskauf?
Mindestens Kaufnebenkosten (9 bis 15%) aus EK. Empfohlen: 20 bis 30% des Kaufpreises gesamt. Beispiel 350.000 EUR: Mind. 70.000 EUR (20%). Weniger: Moeglich aber teuer (hoehe Zinsen, hohe Rate).
Was ist der Beleihungsauslauf LTV?
LTV (Loan-to-Value) = Darlehensbetrag / Immobilienwert x 100. Je niedriger desto besser. Unter 60%: Beste Hypothekenzinsen. 60 bis 80%: Gut. 80 bis 90%: Teurer. Ueber 90%: Erhebliche Zinsaufschlaege.
Wie verbessere ich meine Eigenkapitalquote?
Laenger sparen vor Kauf. Eltern- / Familiendarlehen (zinsgueenstig). Riester-Wohnfoerderung (aus Riester-Vertrag fuer EK nutzen). Arbeitgeber-VL. Bausparvertrag. Mehr EK = bessere Zinsen + niedrigere Rate.
Kann man ohne Eigenkapital kaufen?
Vollfinanzierung (110%): Moeglich aber sehr teuer und riskant. Banken verlangen oft 1 bis 2% hoeheren Zinssatz. Risiko: Bei Wertverlust Immobilie weniger wert als Schulden. Nur fuer sehr sichere Einkommenssituationen und guenstige Kaufpreise.
Wie viel Eigenkapital sollte ich für eine Immobilienfinanzierung haben?
Als Faustregel gelten mindestens 20% des Kaufpreises als Eigenkapital, zuzüglich der vollständigen Kaufnebenkosten (weitere 10-15%) — insgesamt also etwa 30-35% des Kaufpreises aus eigenen Mitteln. Eine höhere Eigenkapitalquote verbessert die Zinskonditionen in der Regel weiter.