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📅 Aktualisiert: August 2026

ETF-Sparplan-Rechner 2026

Vermögensaufbau berechnen

Laptop zur Planung des ETF-Sparplans

Foto: Vitaly Gariev auf Unsplash

Ein ETF-Sparplan ermöglicht regelmäßigen, kostengünstigen Vermögensaufbau durch monatliche Investitionen in einen breit gestreuten Indexfonds (z.B. MSCI World). Der Zinseszinseffekt sorgt dafür, dass bereits erwirtschaftete Erträge selbst wieder Erträge erwirtschaften — über lange Zeiträume ein enormer Hebel.

Historisch erzielten breit gestreute Aktienmärkte über 15+ Jahre durchschnittliche Renditen von 6-8% jährlich, bei entsprechenden kurzfristigen Schwankungen. Dieser Rechner zeigt, wie sich eine monatliche Sparrate über die Zeit entwickeln kann.

📋 Berechnungsgrundlage: Zinseszinsformel mit monatlichen Einzahlungen. Historische Durchschnittsrendite breiter Aktienindizes: 6-8% p.a. über lange Zeiträume (keine Renditegarantie).
%

Konservativ: 5% · Realistisch: 7% · Optimistisch: 9%

Endvermögen
Zinseszinsgewinn
Eingezahltes Kapital
Rendite auf Einzahlung
Monatliche Sparrate
Anlagedauer
Rendite p.a.
Eingezahltes Kapital
Zinseszinsgewinn
Endvermögen
🛡️ Zuletzt aktualisiert: 11. August 2026
Geprüft nach: Standard-Zinseszinsformel für Sparpläne
Was der Rechner berücksichtigt: Monatliche Sparrate, angenommene Rendite, Laufzeit, Zinseszinseffekt
Was der Rechner nicht berücksichtigt: Kursschwankungen und Verlustrisiko, Kapitalertragsteuer (Abgeltungsteuer 25%), ETF-Kosten (TER), Sparer-Pauschbetrag

📊 Rechenbeispiel: 200 €/Monat · 30 Jahre · 7% Rendite

Monatliche Rate
200 €
Anlagedauer
30 Jahre
Eingezahlt
72.000 €
Endvermögen
≈ 227.000 €
Zinseszinsgewinn
≈ 155.000 €
Faktor
3,15×

Der Zinseszinseffekt arbeitet: 155.000 € Gewinn ohne weiteres Zutun.

Der Zinseszinseffekt über die Zeit

Je länger der Anlagehorizont, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt — ein Großteil des Endkapitals entsteht oft erst in den letzten Jahren der Laufzeit durch die exponentielle Wachstumskurve, nicht linear über die Zeit verteilt.

Rechenbeispiel

200 €/Monat, 25 Jahre, 7% angenommene Rendite: Eingezahltes Kapital = 60.000 €. Endkapital ca. 162.000 € — mehr als das Doppelte durch den Zinseszinseffekt.

Gleicher Betrag über nur 15 Jahre: Eingezahltes Kapital = 36.000 €. Endkapital ca. 63.000 € — der Unterschied durch 10 zusätzliche Jahre ist erheblich.

⚠️ Häufige Fehler

1. Angenommene Rendite als garantiert ansehen: Historische Durchschnittswerte sind keine Garantie für zukünftige Renditen — Kursschwankungen und auch Verluste sind möglich.
2. Zu früh mit dem Sparen aufhören: Der Zinseszinseffekt entfaltet seine stärkste Wirkung erst in den späteren Jahren der Laufzeit.
3. ETF-Kosten (TER) ignorieren: Auch kleine jährliche Kostenunterschiede summieren sich über Jahrzehnte erheblich.
4. Steuern beim Endkapital vergessen: Das berechnete Endkapital ist brutto — nach Abgeltungsteuer bleibt netto weniger übrig.
5. Bei kurzfristigen Kursrückgängen panisch verkaufen: Dies verhindert oft gerade die spätere Erholung und den langfristigen Zinseszinseffekt.

🔍 Sonderfälle

Cost-Average-Effekt: Regelmäßiges Investieren kauft bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile, bei hohen Kursen weniger — dies kann kurzfristige Schwankungen abfedern.

Steuerliche Behandlung: Erträge unterliegen der Abgeltungsteuer (25% zzgl. Soli), abzüglich des jährlichen Sparer-Pauschbetrags.

🏛️ Zuständige Behörden

📚 Rechtsgrundlagen & Quellen (Stand: 2026):
BaFin – Verbraucherinformationen Geldanlage

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Häufige Fragen

Wie viel muss ich monatlich sparen um 1 Million € zu erreichen?

Bei 7% Rendite p.a.: 40 Jahre → ca. 440 €/Monat · 30 Jahre → ca. 880 €/Monat · 25 Jahre → ca. 1.350 €/Monat · 20 Jahre → ca. 2.170 €/Monat. Je früher Sie anfangen, desto weniger müssen Sie monatlich einzahlen. Frühzeitiger Start ist der wichtigste Faktor.

Welcher ETF ist für einen Sparplan geeignet?

MSCI World ETF: 1.500 Unternehmen aus 23 Ländern, breite Diversifikation. MSCI ACWI: Zusätzlich Emerging Markets. FTSE All-World: Ähnlich ACWI. Alle drei sind gut geeignet. Auf TER (Kosten) unter 0,25% p.a. achten. Günstige Anbieter: iShares (BlackRock), Vanguard, Xtrackers, Amundi.

Thesaurierend oder ausschüttend?

Thesaurierend: Dividenden werden reinvestiert → Zinseszinseffekt, aber jährlich Vorabpauschale fällig. Ausschüttend: Dividenden werden ausgezahlt → Steuer sofort fällig, aber man sieht laufende Erträge. Für langfristigen Aufbau ist thesaurierend meist effizienter — der Steuerstundungseffekt wirkt langfristig positiv.

Wie sicher sind ETFs bei einer Bankenpleite?

ETFs sind Sondervermögen — sie sind getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft und der Depotbank. Bei einer Insolvenz des Brokers gehören die ETF-Anteile weiterhin Ihnen. Das Sondervermögen ist gesetzlich geschützt (§92 KAGB). Zusätzlich greift die Einlagensicherung für Geldguthaben bis 100.000 €.

Ist die angenommene Rendite realistisch?

Historische Durchschnittsrenditen breit gestreuter Aktienindizes wie dem MSCI World lagen über lange Zeiträume (15+ Jahre) bei etwa 6-8% jährlich. Dies ist jedoch keine Garantie für die Zukunft — tatsächliche Renditen können je nach Marktphase und Anlagezeitraum erheblich abweichen, auch nach unten.