Inflationsrechner 2026
Kaufkraftverlust berechnen
Die Inflation verringert die Kaufkraft des Geldes über die Zeit. Bei einer Inflationsrate von 2,5% verliert 10.000 € in 10 Jahren ca. 22% seiner Kaufkraft — es können dann nur noch Waren für den Gegenwert von ca. 7.800 € (in heutigen Preisen) gekauft werden.
Deutschland hatte 2022 mit 8,7% die höchste Inflationsrate seit 70 Jahren, 2023 folgte 5,9%. 2024–2026 hat sich die Inflation deutlich beruhigt und liegt wieder nahe dem EZB-Ziel von 2%. Für 2026 wird eine Rate von ca. 2,3–2,8% erwartet.
Um Kaufkraft zu erhalten, muss das Geld eine Rendite erzielen, die über der Inflationsrate liegt. Tagesgeld (ca. 2,5–3%) reicht bei 2,5% Inflation kaum aus. ETFs (historisch 7% p.a.) schlagen die Inflation langfristig deutlich. Bargeld und Sparkonten verlieren real an Wert.
Zum Vergleich: Wie viel bleibt real übrig?
| Ausgangsbetrag | — |
| Inflationsrate p.a. | — |
| Zeitraum | — |
| Kaufkraft nach Inflation | — |
| Realer Wertverlust | — |
| Nominalwert nach Zinsen | — |
| Realer Wert nach Zinsen | — |
| Reale Rendite p.a. | — |
📊 Rechenbeispiel: 10.000 € · 2,5% Inflation · 10 Jahre
Reale Rendite bei 3% Zins und 2,5% Inflation: ca. +0,49% p.a. — kaum Kaufkraftgewinn.
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Häufige Fragen
Was ist Inflation und wie wird sie gemessen?
Inflation ist der allgemeine Anstieg des Preisniveaus. Gemessen wird sie durch den Verbraucherpreisindex (VPI) des Statistischen Bundesamts — ein repräsentativer Warenkorb aus ca. 700 Gütern und Dienstleistungen des täglichen Lebens. Die EZB strebt eine Inflationsrate von ca. 2% p.a. an.
Wie schütze ich mich vor Inflation?
Aktien/ETFs: Historisch 7–9% p.a. — deutlich über Inflation. Immobilien: Sachwert, aber hohe Anfangskosten. Inflationsindexierte Anleihen: Kupons steigen mit Inflation. Rohstoffe (Gold): Werterhalt, aber keine laufenden Erträge. Tagesgeld/Festgeld: Nur bei Zinsen über Inflationsrate sinnvoll.
Was bedeutet reale Rendite?
Reale Rendite ≈ Nominalzins − Inflationsrate. Beispiel: 3% Tagesgeldszins − 2,5% Inflation = ca. 0,5% reale Rendite. Bei negativer Realrendite verliert Geld trotz Zinsen an Kaufkraft. Das war 2021–2023 bei vielen Sparkonten der Fall (0% Zins bei 5–8% Inflation).
Was hat die hohe Inflation 2022/2023 verursacht?
Hauptursachen: Energiepreisschock durch Ukraine-Krieg (Gas/Öl), pandemiebedingter Lieferkettenengpässe, hohe staatliche Nachfrage nach COVID, strukturelle Angebotsengpässe. Die EZB reagierte mit massiven Zinserhöhungen (von 0% auf 4,5% in 2022/23). Bis 2026 hat sich die Inflation wieder normalisiert.