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📅 Aktualisiert: August 2026

Rentenlücke-Rechner 2026

Versorgungslücke berechnen

Älteres Paar plant gemeinsam die finanzielle Zukunft

Foto: Matt Bennett auf Unsplash

Die Rentenlücke beschreibt die Differenz zwischen Ihrem letzten Nettoeinkommen vor Renteneintritt und der zu erwartenden gesetzlichen Rente. Für die meisten Arbeitnehmer liegt diese Lücke bei 20-30% des letzten Einkommens.

Diese Lücke lässt sich durch betriebliche und private Vorsorge schließen — etwa über einen ETF-Sparplan oder betriebliche Altersvorsorge. Je früher Sie beginnen, desto mehr profitieren Sie vom Zinseszinseffekt.

📋 Hinweis: Das Rentenniveau liegt aktuell bei ca. 48% des Durchschnittseinkommens und wird langfristig eher sinken als steigen.
€/Mon.

Typisch: 70–80% des aktuellen Nettoeinkommens.

€/Mon.

Aus dem DRV-Rentenbescheid oder Renteninformation.

Jahre
% p.a.
Monatliche Rentenlücke
Benötigtes Kapital (Rente 20 Jahre)
Monatliche Sparrate nötig
Rente netto (geschätzt)
Gewünschtes Netto im Alter
Gesetzliche Rente (brutto)
Rente netto (geschätzt)
Monatliche Rentenlücke
Benötigtes Kapital (20 J. Rente)
Jahre bis Rente
Rendite Anlage
Nötige Sparrate / Monat
Faustregel: Für jede 100 € monatliche Rentenlücke brauchen Sie ca. 20.000–25.000 € Zusatzkapital (bei 20 Jahren Rentenbezug). 200 € Sparrate über 25 Jahre bei 6% Rendite: ca. 139.000 € Kapital = ca. 580 €/Mon. Zusatzrente über 20 Jahre.
🛡️ Zuletzt aktualisiert: 11. August 2026
Geprüft nach: Rentenniveau-Berechnung nach SGB VI, aktuelle Prognosen der Deutschen Rentenversicherung
Was der Rechner berücksichtigt: Vereinfachte Berechnung: letztes Nettoeinkommen minus erwartete gesetzliche Rente
Was der Rechner nicht berücksichtigt: Individuelle Vermögenswerte, Immobilienbesitz, betriebliche Altersvorsorge im Detail

📊 Rechenbeispiel: 4.000 € Gehalt · 2.000 € Wunschrente · 1.500 € GRV · 25 Jahre

Rente netto
ca. 1.170 €/Mon.
Rentenlücke
ca. 830 €/Mon.
Benötigtes Kapital
ca. 199.000 €
Sparrate (6%)
ca. 320 €/Mon.
Sparrate (3%)
ca. 450 €/Mon.
Als % vom Brutto
8% von 4.000 €

Warum die gesetzliche Rente oft nicht reicht

Das Rentenniveau — das Verhältnis der Standardrente zum Durchschnittseinkommen — liegt bei ca. 48% und wird durch die demografische Entwicklung eher sinken. Wer allein auf die gesetzliche Rente vertraut, muss oft eine spürbare Einschränkung des Lebensstandards im Ruhestand hinnehmen.

Strategien zum Schließen der Lücke

Betriebliche Altersvorsorge nutzt Steuervorteile beim Einzahlen. Private ETF-Sparpläne bieten historisch die höchste langfristige Rendite. Eine abbezahlte Immobilie reduziert die Wohnkosten im Alter erheblich.

⚠️ Häufige Fehler

1. Rentenlücke ignorieren statt berechnen: Wer die eigene Lücke nicht kennt, kann auch nicht gezielt dagegen vorsorgen.
2. Zu spät mit der Vorsorge beginnen: Jedes Jahr des Aufschiebens verringert die Zeit, die für den Zinseszinseffekt zur Verfügung steht.
3. Nur auf eine Vorsorgeform setzen: Eine Kombination aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Vorsorge ist meist robuster als eine einzelne Säule.
4. Inflation bei der Berechnung vergessen: Ein heute berechneter Sparbedarf muss über Jahrzehnte real erhalten bleiben.
5. Rentenniveau als konstant annehmen: Das Rentenniveau kann sich über die Jahrzehnte bis zum eigenen Ruhestand noch verändern.

🔍 Sonderfälle

Selbstständige: Ohne Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung haben oft eine besonders große Rentenlücke und sollten eigenverantwortlich verstärkt vorsorgen.

Frauen: Sind statistisch überdurchschnittlich von einer großen Rentenlücke betroffen, bedingt durch häufigere Erwerbsunterbrechungen.

🏛️ Zuständige Behörden

Deutsche Rentenversicherung
Rentenauskünfte, Anträge
0800 1000 4800
📚 Rechtsgrundlagen & Quellen (Stand: 2026):
§35 SGB VI – Regelaltersrente
Deutsche Rentenversicherung – Offizielle Infos

🔗 Verwandte Rechner

Häufige Fragen

Wie groß ist die Rentenlücke typischerweise?

Durchschnittlich 30–40% des letzten Nettoeinkommens. Bei 2.500 € Netto heute und 1.500 € Rente netto: 1.000 €/Mon. Lücke = 40%. Besonders groß bei: Frauen (Erwerbsunterbrechungen), Geringverdienern, Selbstständigen ohne Rentenversicherung, Menschen mit vielen Jobwechseln.

Wie viel muss ich sparen um die Rentenlücke zu schließen?

Faustregel: 10–15% des Bruttoeinkommens für private Altersvorsorge. Oder: Rentenlücke × 12 × 20 Jahre ÷ Rentenkapitalfaktor. Bei 6% Rendite und 25 Jahren: Jeder gesparte Euro wächst auf ca. 4,3 €. 1.000 € monatliche Lücke erfordert ca. 240.000 € Kapital = ca. 550 € Sparrate über 25 Jahre.

Was ist das Rentenniveau und wie hoch ist es 2026?

Das Rentenniveau gibt an wie viel Prozent des Durchschnittslohns die Standardrente eines Durchschnittverdieners nach 45 Jahren ausmacht. 2026: ca. 48%. Das bedeutet: Wer immer den Durchschnittslohn verdient hat, bekommt 48% davon als Rente. Bei aktuell 53.900 € Durchschnittslohn: 2.155 €/Monat Standardrente.

Was sind die besten Altersvorsorge-Produkte?

ETF-Sparplan: Flexibel, günstig, historisch 7% p.a., keine Garantien. Riester-Rente: Staatliche Förderung, für Geringverdiener mit Kindern attraktiv. Betriebliche Altersvorsorge: Steuer- und SV-Vorteile, gebunden an Arbeitgeber. Rürup-Rente: Für Selbstständige steueroptimiert. Immobilie: Sachwert, aber illiquide.

Wie groß ist die durchschnittliche Rentenlücke in Deutschland?

Für die meisten Arbeitnehmer liegt sie bei 20-30% des letzten Nettoeinkommens, kann je nach individueller Situation (Erwerbsunterbrechungen, hohes Einkommen) aber deutlich höher ausfallen.