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📅 Aktualisiert: August 2026

TV-L-Rechner 2026

Oeffentlicher Dienst Laender

Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder

Foto: Cytonn Photography auf Unsplash

Der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) regelt die Vergütung von Angestellten bei den Bundesländern (außer Hessen, das einen eigenen Tarifvertrag hat) — das Gehalt richtet sich nach Entgeltgruppe (abhängig von Tätigkeit und Qualifikation) sowie Erfahrungsstufe (abhängig von Berufserfahrung).

Anders als in der freien Wirtschaft sind TV-L-Gehälter tariflich klar geregelt und transparent einsehbar — die Einstufung erfolgt nach klar definierten Kriterien, was Gehaltsverhandlungen im klassischen Sinne meist überflüssig macht.

📋 Rechtliche Grundlage: Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L). Gehalt nach Entgeltgruppe (1-15) und Erfahrungsstufe (1-6).
Brutto / Monat
Netto (ca.)
Jahresgehalt
Jahressonderzahlung
🛡️ Zuletzt aktualisiert: 11. August 2026
Geprüft nach: TV-L Entgelttabelle
Was der Rechner berücksichtigt: Grundprinzip der Einstufung nach Entgeltgruppe und Erfahrungsstufe
Was der Rechner nicht berücksichtigt: Exakte aktuelle Tabellenwerte (werden regelmäßig tariflich angepasst), Sonderregelungen für bestimmte Tätigkeitsbereiche

📊 Rechenbeispiel: E 13, Stufe 3, Vollzeit (2026)

Brutto
ca. 5.467 EUR/Mon.
Netto (ca.)
ca. 3.550 EUR/Mon.
Jahresgehalt
65.604 EUR
JSZ (ca. 65-90%)
ca. 3.554 EUR
Stufe 4 (nach 3 J.)
ca. 5.830 EUR

Entgeltgruppe und Erfahrungsstufe

Die Entgeltgruppe (E1-E15) richtet sich nach der ausgeübten Tätigkeit und den damit verbundenen Anforderungen — höhere Gruppen für anspruchsvollere, qualifiziertere Tätigkeiten. Innerhalb jeder Entgeltgruppe steigt das Gehalt mit zunehmender Berufserfahrung über mehrere Erfahrungsstufen an.

Stufenaufstieg

Der Aufstieg in die nächsthöhere Erfahrungsstufe erfolgt automatisch nach einer bestimmten Zeit in der jeweiligen Stufe (meist 2-3 Jahre je nach Stufe), sofern keine Leistungsdefizite dokumentiert sind.

⚠️ Häufige Fehler

1. Eigene Entgeltgruppe falsch einschätzen: Die korrekte Eingruppierung sollte anhand der tatsächlichen Tätigkeit und Qualifikation erfolgen.
2. Erfahrungsstufen-Aufstieg als automatisch garantiert ohne Prüfung annehmen: Bei Leistungsdefiziten kann der automatische Stufenaufstieg ausgesetzt werden.
3. TV-L mit TVöD verwechseln: Diese gelten für unterschiedliche Arbeitgeberbereiche (Länder vs. Bund/Kommunen) mit teilweise abweichenden Konditionen.
4. Hessen-Sonderregelung übersehen: Hessen wendet einen eigenen, vom TV-L abweichenden Tarifvertrag an.
5. Jahressonderzahlung bei der Jahresgehaltsberechnung vergessen: Diese zusätzliche Zahlung sollte in die Gesamtjahresvergütung einbezogen werden.

🔍 Sonderfälle

Hessen-Sonderregelung: Hessen wendet nicht den TV-L an, sondern einen eigenen Tarifvertrag (TV-H) mit teilweise abweichenden Konditionen.

Tarifliche Jahressonderzahlung: Zusätzlich zum monatlichen Grundgehalt erhalten TV-L-Beschäftigte meist eine Jahressonderzahlung (ähnlich einem 13. Monatsgehalt).

🏛️ Zuständige Behörden

Personalabteilung des Arbeitgebers
Eingruppierung und Gehaltsfragen
📚 Rechtsgrundlagen & Quellen (Stand: 2026):
TV-L Entgelttabelle

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Häufige Fragen

Wer wird nach TV-L bezahlt?

Alle Beschaeftigten der Laender: Lehrer (ohne Beamte), Uni-Mitarbeiter, Krankenpflege in Unikliniken, Landesbehoerden-Angestellte. Beamte: Eigene Besoldungsgruppe (A, B, C, W).

Unterschied TV-L und TVoeD?

TV-L: Laender (Schulen, Unikliniken, Landesaemter). TVoeD: Bund und Kommunen (Gemeindeverwaltung, Bundesbehoerden). Aehnliche Struktur, TVoeD-Bund oft etwas hoeher (vor allem Jahressonderzahlung 90% vs. 65-80%).

Wie hoch ist die TV-L Jahressonderzahlung?

Abhaengig von Bundesland und Entgeltgruppe. Hessen: 90%. Bayern: 50-80%. Berlin: 0% (extra Tarifvertrag). Meiste Laender: 60-80% eines Monatsgehalts. Ausgezahlt im November.

Wann steigt man in die naechste TV-L Stufe auf?

Stufe 1-2: 1 Jahr. 2-3: 2 Jahre. 3-4: 3 Jahre. 4-5: 4 Jahre. 5-6: 5 Jahre. Schnellerer Aufstieg: Bei uebertariflicher Einstufung oder Leistungsentgelt moeglich.

Wie oft steige ich automatisch in eine höhere Erfahrungsstufe auf?

Der Aufstieg erfolgt nach festen tariflichen Zeiträumen, die je nach aktueller Stufe unterschiedlich lang sind — meist zwischen 1 und 3 Jahren pro Stufe. Der genaue Zeitpunkt hängt von der individuellen Beschäftigungsdauer in der jeweiligen Entgeltgruppe ab und erfolgt automatisch, sofern keine erheblichen Leistungsdefizite dokumentiert wurden.