TV-L-Rechner 2026
Oeffentlicher Dienst Laender
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Der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) regelt die Vergütung von Angestellten bei den Bundesländern (außer Hessen, das einen eigenen Tarifvertrag hat) — das Gehalt richtet sich nach Entgeltgruppe (abhängig von Tätigkeit und Qualifikation) sowie Erfahrungsstufe (abhängig von Berufserfahrung).
Anders als in der freien Wirtschaft sind TV-L-Gehälter tariflich klar geregelt und transparent einsehbar — die Einstufung erfolgt nach klar definierten Kriterien, was Gehaltsverhandlungen im klassischen Sinne meist überflüssig macht.
📊 Rechenbeispiel: E 13, Stufe 3, Vollzeit (2026)
Entgeltgruppe und Erfahrungsstufe
Die Entgeltgruppe (E1-E15) richtet sich nach der ausgeübten Tätigkeit und den damit verbundenen Anforderungen — höhere Gruppen für anspruchsvollere, qualifiziertere Tätigkeiten. Innerhalb jeder Entgeltgruppe steigt das Gehalt mit zunehmender Berufserfahrung über mehrere Erfahrungsstufen an.
Stufenaufstieg
Der Aufstieg in die nächsthöhere Erfahrungsstufe erfolgt automatisch nach einer bestimmten Zeit in der jeweiligen Stufe (meist 2-3 Jahre je nach Stufe), sofern keine Leistungsdefizite dokumentiert sind.
⚠️ Häufige Fehler
🔍 Sonderfälle
Hessen-Sonderregelung: Hessen wendet nicht den TV-L an, sondern einen eigenen Tarifvertrag (TV-H) mit teilweise abweichenden Konditionen.
Tarifliche Jahressonderzahlung: Zusätzlich zum monatlichen Grundgehalt erhalten TV-L-Beschäftigte meist eine Jahressonderzahlung (ähnlich einem 13. Monatsgehalt).
🏛️ Zuständige Behörden
TV-L Entgelttabelle
🔗 Verwandte Rechner
Häufige Fragen
Wer wird nach TV-L bezahlt?
Alle Beschaeftigten der Laender: Lehrer (ohne Beamte), Uni-Mitarbeiter, Krankenpflege in Unikliniken, Landesbehoerden-Angestellte. Beamte: Eigene Besoldungsgruppe (A, B, C, W).
Unterschied TV-L und TVoeD?
TV-L: Laender (Schulen, Unikliniken, Landesaemter). TVoeD: Bund und Kommunen (Gemeindeverwaltung, Bundesbehoerden). Aehnliche Struktur, TVoeD-Bund oft etwas hoeher (vor allem Jahressonderzahlung 90% vs. 65-80%).
Wie hoch ist die TV-L Jahressonderzahlung?
Abhaengig von Bundesland und Entgeltgruppe. Hessen: 90%. Bayern: 50-80%. Berlin: 0% (extra Tarifvertrag). Meiste Laender: 60-80% eines Monatsgehalts. Ausgezahlt im November.
Wann steigt man in die naechste TV-L Stufe auf?
Stufe 1-2: 1 Jahr. 2-3: 2 Jahre. 3-4: 3 Jahre. 4-5: 4 Jahre. 5-6: 5 Jahre. Schnellerer Aufstieg: Bei uebertariflicher Einstufung oder Leistungsentgelt moeglich.
Wie oft steige ich automatisch in eine höhere Erfahrungsstufe auf?
Der Aufstieg erfolgt nach festen tariflichen Zeiträumen, die je nach aktueller Stufe unterschiedlich lang sind — meist zwischen 1 und 3 Jahren pro Stufe. Der genaue Zeitpunkt hängt von der individuellen Beschäftigungsdauer in der jeweiligen Entgeltgruppe ab und erfolgt automatisch, sofern keine erheblichen Leistungsdefizite dokumentiert wurden.