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📅 Aktualisiert: August 2026

PKV vs. GKV Vergleich Rechner 2026

Was ist günstiger?

Vergleich von Krankenversicherungsoptionen

Foto: Tanaphong Toochinda auf Unsplash

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) berechnet Beiträge einkommensabhängig (ca. 14,6% + Zusatzbeitrag, je zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen), während die private Krankenversicherung (PKV) risikobasierte, vom Einkommen unabhängige Beiträge nach Alter, Gesundheitszustand und gewähltem Leistungsumfang berechnet.

Ein Wechsel zur PKV ist nur für bestimmte Personengruppen möglich (Angestellte über der Versicherungspflichtgrenze, Selbstständige, Beamte) und sollte sorgfältig abgewogen werden, da eine Rückkehr zur GKV später oft erschwert oder unmöglich ist.

📋 Rechtliche Grundlage: §5 SGB V (Versicherungspflicht GKV). GKV-Beitrag: ca. 14,6% + Zusatzbeitrag vom Bruttogehalt (hälftig geteilt). PKV: individuell nach Risiko.
Jahre
%
GKV-Beitrag AN
PKV-Beitrag (Schätzung)
Differenz / Monat
Empfehlung
Bruttogehalt
GKV-Beitrag AN (inkl. Zusatz)
AG-Zuschuss PKV (50% GKV)
PKV-Beitrag Eigenanteil
Differenz PKV vs. GKV
Kinder in GKV
Wichtig: PKV-Beiträge steigen im Alter stark — oft auf 600–1.000 €/Mon. im Rentenalter. Im Rentenalter gibt es nur den halben AG-Zuschuss. Rückkehr in GKV nach 55 Jahren fast unmöglich. PKV lohnt sich langfristig vor allem für Singles ohne Kinder mit gutem Gehalt und Gesundheit.
🛡️ Zuletzt aktualisiert: 11. August 2026
Geprüft nach: §5 SGB V, aktuelle GKV-Beitragssätze
Was der Rechner berücksichtigt: Grundlegende Beitragsberechnung beider Systeme zum Vergleich
Was der Rechner nicht berücksichtigt: Individuelle PKV-Tarifgestaltung und Gesundheitsprüfung, langfristige Beitragsentwicklung im Alter

📊 Rechenbeispiel: 5.500 € Brutto · 35 Jahre · sehr gut · ledig · 2% Zusatz

GKV-Beitrag AN
ca. 456 €/Mon.
AG-Zuschuss (50% GKV)
ca. 456 €
PKV-Schätzung (35 J., gut)
ca. 320 €
PKV Eigenanteil
ca. 320 − 456 = 0 € (AG zahlt alles)
Differenz
PKV ca. 136 €/Mon. günstiger
Empfehlung
PKV kurzfristig günstiger

Wichtige Unterschiede im Überblick

GKV: einkommensabhängige Beiträge, Familienversicherung für nicht verdienende Angehörige kostenlos möglich, keine Gesundheitsprüfung bei Eintritt. PKV: risikobasierte Beiträge (können bei Vorerkrankungen hoch ausfallen), keine kostenlose Familienversicherung, aber oft umfangreichere Leistungen und kürzere Wartezeiten.

Wichtige Abwägungspunkte

Junge, gesunde, gut verdienende Personen zahlen in der PKV oft anfangs weniger als in der GKV — im Alter können die PKV-Beiträge jedoch erheblich steigen, während GKV-Beiträge einkommensabhängig bleiben. Diese langfristige Perspektive ist bei der Entscheidung wichtig.

⚠️ Häufige Fehler

1. Nur den aktuellen Beitrag ohne langfristige Perspektive vergleichen: PKV-Beiträge können im Alter erheblich steigen, was bei einer reinen Momentaufnahme übersehen wird.
2. Familienplanung bei der Entscheidung nicht bedenken: Die kostenlose Familienversicherung der GKV entfällt bei einem PKV-Wechsel.
3. Rückkehrmöglichkeiten zur GKV überschätzen: Ein Wechsel zurück zur GKV ist nach PKV-Wechsel oft nur eingeschränkt möglich.
4. Gesundheitsprüfung bei PKV-Eintritt unterschätzen: Vorerkrankungen können zu Risikozuschlägen oder sogar zur Ablehnung führen.
5. Beihilfeanspruch bei Beamten nicht einkalkulieren: Diese besondere Konstellation macht die PKV für Beamte oft besonders wirtschaftlich.

🔍 Sonderfälle

Beamte: Für Beamte ist die PKV durch die Beihilfe des Dienstherrn oft besonders attraktiv, da nur ein Restanteil privat versichert werden muss.

Rückkehr zur GKV: Nach einem Wechsel zur PKV ist eine Rückkehr zur GKV oft nur unter bestimmten Voraussetzungen (z.B. Einkommen sinkt wieder unter die Versicherungspflichtgrenze, Alter unter 55) möglich.

🏛️ Zuständige Behörden

📚 Rechtsgrundlagen & Quellen (Stand: 2026):
§5 SGB V

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Häufige Fragen

Wann kann ich in die PKV wechseln?

Jahreseinkommen muss die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreiten: 2026 = 69.300 € brutto/Jahr = 5.775 €/Monat. Selbstständige und Beamte können jederzeit in die PKV. Einmal in der PKV: Rückkehr in GKV nach 55 Jahren fast unmöglich (außer durch Einkommensreduktion unter die Grenze).

Was kostet die PKV im Alter?

PKV-Beiträge steigen mit dem Alter stark — oft 600–1.000 €/Mon. für Rentner. Im Gegensatz: GKV-Rentner zahlen ca. 13% ihrer Rente (ca. 200–300 €/Mon.). Altersrückstellungen in der PKV sollen den Beitragsanstieg mildern — aber in der Praxis reichen sie oft nicht aus. Wichtiger Faktor für die Langzeitentscheidung.

Lohnt sich PKV mit Kindern?

Kinder: In der GKV kostenlos familienversichert. In der PKV: Jedes Kind braucht einen eigenen Vertrag (ca. 80–150 €/Mon. pro Kind). Bei 2 Kindern: Zusatzkosten PKV ca. 200–300 €/Mon. — das macht die GKV für Familien oft attraktiver. Ohne Kinder: PKV fast immer günstiger im jungen Alter.

Wie gut ist die PKV-Leistung vs. GKV?

PKV-Vorteile: Bessere Leistungen (Chefarzt, Einzelzimmer, keine Wartezeit, schnellere Termine), mehr Eigenverantwortung, höherer Anteil an neuen Behandlungsmethoden. GKV-Vorteile: Einheitliche Grundversorgung, Familienversicherung, stabile Beiträge im Alter (einkommensabhängig). Für chronisch Kranke: GKV oft vorteilhafter (kein Risikoausschluss, keine Mehrbeiträge).

Kann ich von der PKV zurück in die GKV wechseln?

Dies ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich, etwa wenn das Einkommen wieder unter die Versicherungspflichtgrenze sinkt oder bei Personen unter 55 Jahren unter bestimmten Bedingungen. Ab einem gewissen Alter (meist 55 Jahre) ist eine Rückkehr in der Regel ausgeschlossen — dieser Aspekt sollte vor einem PKV-Wechsel sorgfältig bedacht werden.