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📅 Aktualisiert: August 2026

Mehrwertsteuer-Rechner 2026

MwSt berechnen (19% / 7%)

Rechnung mit Mehrwertsteuerausweis

Foto: Kelly Sikkema auf Unsplash

Die Mehrwertsteuer (Umsatzsteuer) beträgt in Deutschland regulär 19%, für bestimmte Güter des täglichen Bedarfs (Lebensmittel, Bücher, ÖPNV-Tickets) gilt der ermäßigte Steuersatz von 7%. Dieser Rechner ermöglicht die Umrechnung zwischen Netto- und Bruttopreisen in beide Richtungen.

Für Unternehmer ist die korrekte Anwendung des richtigen Steuersatzes wichtig für die Rechnungsstellung, während Verbraucher damit ihre tatsächliche Steuerlast beim Einkauf nachvollziehen können.

📋 Rechtliche Grundlage: §12 UStG. Regulärer Steuersatz: 19%. Ermäßigter Steuersatz: 7% (Lebensmittel, Bücher, ÖPNV u.a.).
MwSt-Betrag
Ergebnis
Nettobetrag
Bruttobetrag
Eingabe
Steuersatz
Nettobetrag
MwSt-Betrag
Bruttobetrag
🛡️ Zuletzt aktualisiert: 11. August 2026
Geprüft nach: §12 UStG
Was der Rechner berücksichtigt: Umrechnung Brutto/Netto für beide Steuersätze (19% und 7%)
Was der Rechner nicht berücksichtigt: Steuerbefreite Leistungen (§4 UStG), innergemeinschaftliche Lieferungen mit Sonderregelungen

📊 Rechenbeispiel: Netto 100 € → Brutto (19% MwSt)

Nettobetrag
100,00 €
MwSt (19%)
19,00 €
Bruttobetrag
119,00 €
MwSt-Anteil
15,97% des Bruttos

Tipp: MwSt aus Brutto herausrechnen: Brutto ÷ 1,19 = Netto (bei 19%). Bei 7%: Brutto ÷ 1,07 = Netto.

Netto zu Brutto und umgekehrt

Brutto = Netto × 1,19 (bei 19%) bzw. × 1,07 (bei 7%). Umgekehrt: Netto = Brutto ÷ 1,19 bzw. ÷ 1,07. Die enthaltene Mehrwertsteuer lässt sich direkt aus der Differenz zwischen Brutto- und Nettobetrag ermitteln.

Rechenbeispiel

Nettopreis 100 €, regulärer Steuersatz: Bruttopreis = 100 € × 1,19 = 119 €, davon 19 € Mehrwertsteuer.

⚠️ Häufige Fehler

1. Steuersätze bei gemischten Rechnungen vermischen: Positionen mit unterschiedlichen Steuersätzen (z.B. 7% und 19%) müssen getrennt berechnet werden.
2. Ermäßigten Steuersatz für falsche Warengruppen annehmen: Nicht alle Lebensmittel oder ähnlich erscheinenden Produkte fallen automatisch unter den 7%-Satz.
3. Brutto- und Nettobeträge bei Rechnungsstellung verwechseln: Eine klare Kennzeichnung ist für die korrekte steuerliche Behandlung wichtig.
4. Kleinunternehmerregelung falsch anwenden: Kleinunternehmer dürfen keine Mehrwertsteuer gesondert ausweisen.
5. EU-Auslandsgeschäfte mit inländischen Sätzen gleichsetzen: Bei grenzüberschreitenden Geschäften können abweichende Regelungen gelten.

🔍 Sonderfälle

Gemischte Rechnungen: Bei Rechnungen mit Positionen zu unterschiedlichen Steuersätzen (z.B. Restaurant mit Speisen zu 7% und Getränken zu 19%) müssen diese getrennt berechnet werden.

Kleinunternehmerregelung: Kleinunternehmer nach §19 UStG weisen keine Mehrwertsteuer aus — ihre Rechnungsbeträge sind automatisch Brutto=Netto.

🏛️ Zuständige Behörden

Finanzamt
Umsatzsteuerliche Fragen
ELSTER →
📚 Rechtsgrundlagen & Quellen (Stand: 2026):
§12 UStG

🔗 Verwandte Rechner

Häufige Fragen

Wann gilt 7% statt 19% Mehrwertsteuer?

7% gelten für: Lebensmittel (keine Getränke), Bücher/Zeitschriften, ÖPNV-Tickets, Hotelübernachtungen, Blumen/Pflanzen, Kunstgegenstände, Kulturveranstaltungen, Restaurantspeisen (ab 2026). 19% für: Elektronik, Kleidung, Dienstleistungen, Alkohol, Softdrinks, Kraftstoffe, die meisten sonstigen Waren.

Wie rechne ich die MwSt aus einem Bruttobetrag heraus?

Bei 19%: Netto = Brutto ÷ 1,19. MwSt = Brutto − Netto. Beispiel: 119 € brutto ÷ 1,19 = 100 € netto, MwSt = 19 €. Bei 7%: Netto = Brutto ÷ 1,07. Der MwSt-Anteil am Brutto beträgt bei 19% ca. 15,97% und bei 7% ca. 6,54%.

Müssen Kleinunternehmer MwSt ausweisen?

Nein. Kleinunternehmer (Umsatz im Vorjahr unter 22.000 €, im laufenden Jahr voraussichtlich unter 50.000 €) sind nach §19 UStG von der Umsatzsteuer befreit. Sie dürfen keine MwSt auf Rechnungen ausweisen und dürfen auch keine Vorsteuer abziehen.

Wann muss ich eine MwSt-Voranmeldung abgeben?

Monatlich wenn die USt des Vorjahres über 7.500 € lag. Quartalsweise bei 1.000–7.500 €. Jährlich unter 1.000 €. Neugründer immer monatlich in den ersten 2 Jahren. Abgabefrist: 10. des Folgemonats. Dauerfristverlängerung: +1 Monat gegen Sondervorauszahlung.

Welche Produkte fallen unter den ermäßigten Steuersatz von 7%?

Der ermäßigte Steuersatz gilt unter anderem für die meisten Lebensmittel, Bücher und Zeitschriften, Personennahverkehr (ÖPNV), sowie einige weitere im Umsatzsteuergesetz definierte Güter und Dienstleistungen. Nicht alle scheinbar ähnlichen Produkte fallen automatisch darunter — beispielsweise unterliegen viele verarbeitete oder als Luxusgut eingestufte Lebensmittel dennoch dem vollen Steuersatz.