Betriebliche Altersvorsorge Rechner 2026
bAV Vorteil
Foto: Cytonn Photography auf Unsplash
Bei der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) werden Beiträge steuer- und sozialabgabenbegünstigt direkt aus dem Bruttogehalt umgewandelt (Entgeltumwandlung), bevor Steuern und Sozialabgaben berechnet werden. Dies senkt sowohl die aktuelle Steuerlast als auch das zu versteuernde Bruttogehalt.
Arbeitgeber sind seit einer gesetzlichen Reform verpflichtet, mindestens 15% der eingesparten Sozialabgaben als Zuschuss an die Beschäftigten weiterzugeben — ein häufig ungenutzter zusätzlicher finanzieller Vorteil.
Max. steuer- und SV-frei: 322 €/Mon. (4% BBG). Max. nur steuerfrei: 644 €/Mon.
| Eigenbeitrag brutto | — |
| AG-Zuschuss (15% Pflicht) | — |
| Gesamtbeitrag in bAV | — |
| Steuerersparnis | — |
| SV-Ersparnis (ca. 20%) | — |
| Nettobelastung (effektiv) | — |
| Gesamtbeitrag ÷ Nettobelastung | — |
📊 Rechenbeispiel: 200 € Beitrag · 4.000 € Brutto · 15% AG-Zuschuss · STK I
Wie die Ersparnis entsteht
Der umgewandelte Betrag wird vor Berechnung von Lohnsteuer und Sozialabgaben vom Bruttogehalt abgezogen — dadurch sinkt sowohl die Steuerlast als auch die Sozialversicherungsbeiträge. Die tatsächliche Nettobelastung ist daher deutlich geringer als der eingezahlte Bruttobetrag.
Rechenbeispiel
100 € monatliche Entgeltumwandlung, Grenzsteuersatz 30%, SV-Ersparnis ca. 20%: Tatsächliche Nettobelastung nur ca. 50 €, zzgl. gesetzlicher Arbeitgeberzuschuss von mindestens 15 € (15% von 100 €) — effektiv fließen 115 € in die Altersvorsorge bei nur 50 € Netto-Eigenbelastung.
⚠️ Häufige Fehler
🔍 Sonderfälle
Auswirkung auf gesetzliche Rente: Da das beitragspflichtige Bruttogehalt sinkt, kann die spätere gesetzliche Rente geringfügig niedriger ausfallen — dies sollte gegen die bAV-Vorteile abgewogen werden.
Doppelverbeitragung im Alter: Auf die spätere bAV-Rente fallen bei gesetzlich Krankenversicherten volle Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge an, was die Nettorendite mindert.
🏛️ Zuständige Behörden
Betriebsrentengesetz (BetrAVG)
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Häufige Fragen
Wie funktioniert die betriebliche Altersvorsorge?
Entgeltumwandlung: Teil des Bruttogehalts wird direkt in die bAV eingezahlt — steuer- und SV-frei bis 322 €/Monat. Das senkt das zu versteuernde Einkommen und die SV-Bemessungsgrundlage. Der AG spart auch SV-Beiträge und muss mindestens 15% weitergeben.
Wie hoch sind die steuerfreien bAV-Grenzen 2026?
Steuer- und SV-frei: 4% der BBG = 4% × 96.600 € = 3.864 €/Jahr = 322 €/Monat. Nur steuerfrei (aber SV-pflichtig): weitere 4% = bis zu 644 €/Monat Gesamtbeitrag. Insgesamt können bis zu 7.728 €/Jahr steuerfrei in die bAV eingezahlt werden.
Wann lohnt sich die bAV?
Immer wenn: AG-Zuschuss über 15% (je mehr desto besser). Hoher Grenzsteuersatz (mehr Steuerersparnis). Sichere Beschäftigung (kein häufiger AG-Wechsel). Nicht optimal bei: Häufigem AG-Wechsel (Portabilitätsprobleme), niedrigen Einkommen (wenig Steuerersparnis), wenn bessere Rendite bei privater Anlage möglich.
Was passiert mit der bAV bei Arbeitgeberwechsel?
Seit BetrAVG-Reform: Mitnahme (Portabilität) durch Übertragung auf den neuen AG-Vertrag oder Beitragsfreistellung. Bei gleichem Durchführungsweg: AG muss Übertragung ermöglichen. Alternativ: Privat fortführen (keine AG-Zuschüsse mehr, aber Steuervorteil bleibt). Kleinstbeträge: Bei unter 3.864 €/Jahr kann AG Auszahlung verlangen.
Muss mein Arbeitgeber einen Zuschuss zur bAV zahlen?
Ja, seit einer gesetzlichen Reform sind Arbeitgeber verpflichtet, mindestens 15% des umgewandelten Betrags als Zuschuss zu leisten, sofern sie durch die Entgeltumwandlung selbst Sozialversicherungsbeiträge einsparen. Dieser Zuschuss wird von vielen Arbeitnehmern nicht aktiv eingefordert, obwohl er automatisch zusteht.