Ausbildungsvergütung-Rechner 2026
Netto berechnen
Foto: Sofia Shultz auf Unsplash
Seit einer Reform des Berufsbildungsgesetzes gilt eine gesetzliche Mindestausbildungsvergütung, die jährlich an die allgemeine Lohnentwicklung angepasst wird — sie steigt zudem mit jedem Ausbildungsjahr, um den wachsenden Kenntnissen und der zunehmenden Produktivität der Auszubildenden Rechnung zu tragen.
Tarifgebundene Ausbildungsbetriebe zahlen oft deutlich mehr als die gesetzliche Mindestvergütung — ein Vergleich der Ausbildungsvergütung verschiedener Betriebe und Branchen kann bei der Berufswahl eine wichtige Rolle spielen.
| Bruttogehalt | — |
| Mindest-Ausbildungsvergütung | — |
| Krankenversicherung (ca. 8,3%) | — |
| Rentenversicherung (9,3%) | — |
| Pflegeversicherung (1,8%) | — |
| Arbeitslosenversicherung (1,3%) | — |
| Lohnsteuer | — |
| Netto-Vergütung | — |
📊 Rechenbeispiel: 900 € brutto · 1. Ausbildungsjahr · keine KiSt
Steigerung nach Ausbildungsjahr
Die Mindestvergütung steigt gesetzlich vorgeschrieben mit jedem Ausbildungsjahr: 2. Jahr mindestens 18% mehr als im 1. Jahr, 3. Jahr mindestens 35% mehr, 4. Jahr (falls vorhanden) mindestens 40% mehr als im ersten Ausbildungsjahr.
Tarifliche Vergütung als Alternative
Tarifgebundene Betriebe zahlen häufig deutlich über der gesetzlichen Mindestvergütung — in manchen Branchen (z.B. Industrie, öffentlicher Dienst) kann die tarifliche Ausbildungsvergütung fast doppelt so hoch sein wie das gesetzliche Minimum.
⚠️ Häufige Fehler
🔍 Sonderfälle
Teilzeitausbildung: Bei einer Ausbildung in Teilzeit wird die Mindestvergütung anteilig zur reduzierten Ausbildungszeit berechnet.
Verkürzte Ausbildung: Bei individuell verkürzter Ausbildungsdauer gelten die Steigerungsstufen entsprechend angepasst.
🏛️ Zuständige Behörden
§17 BBiG
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Häufige Fragen
Wie hoch ist die Mindestausbildungsvergütung 2026?
1. Jahr: 682 €/Mon. · 2. Jahr: 719 € · 3. Jahr: 752 € · 4. Jahr: 782 €. Diese Mindestbeträge gelten für alle Ausbildungsberufe ohne eigenen Tarifvertrag. Tarifgebundene Unternehmen zahlen oft deutlich mehr (IG Metall: ca. 1.000–1.200 €).
Zahlen Azubis Lohnsteuer?
Nur wenn die Jahresvergütung den Grundfreibetrag von 12.348 € übersteigt. Das entspricht einem Monatsgehalt von ca. 1.029 €. Die meisten Azubis zahlen also keine oder sehr wenig Lohnsteuer. SV-Beiträge (KV, PV, RV, AV) fallen aber trotzdem an.
Welche Sozialversicherung zahlen Azubis?
Azubis sind voll sozialversicherungspflichtig: KV (ca. 8,3% AN-Anteil), PV (1,8%), RV (9,3%), AV (1,3%). Macht ca. 20,7% SV-Abzug. Bei 900 € Brutto: ca. 187 € SV-Abzug → ca. 713 € netto (ohne LSt). AG zahlt nochmal denselben Betrag dazu.
Kann man als Azubi Werbungskosten absetzen?
Ja — Fahrtkosten zur Berufsschule und zum Betrieb (Pendlerpauschale), Lernmittel, Berufskleidung. Da die meisten Azubis unter dem Grundfreibetrag liegen, ist die Steuererklärung oft nicht lohnend. Ausnahme: Bei höherer Ausbildungsvergütung (über 1.029 €/Mon.) oder Werbungskosten über Freibetrag.
Muss mein Ausbildungsbetrieb die gesetzliche Mindestvergütung zahlen?
Ja, sofern der Betrieb nicht tarifgebunden ist und einen niedrigeren, aber wirksamen Tarifvertrag anwendet — in allen anderen Fällen ist die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung nach §17 BBiG verpflichtend einzuhalten. Bei Unterschreitung können Auszubildende die Differenz nachfordern.