Nachehelicher Unterhalt Rechner 2026
Ehegattenunterhalt
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Anders als der Trennungsunterhalt, der automatisch während der Trennungszeit besteht, erfordert nachehelicher Unterhalt (nach der Scheidung) einen der gesetzlich anerkannten Gründe — etwa Kindesbetreuung, Alter, Krankheit, oder Arbeitslosigkeit trotz Bemühungen.
Der Grundsatz der Eigenverantwortung nach der Scheidung ist heute stärker betont als früher — nachehelicher Unterhalt wird zunehmend zeitlich befristet und in der Höhe reduziert (herabgesetzt), um den Übergang in die finanzielle Eigenständigkeit zu fördern.
Nach Abzug berufsbedingter Kosten (5%), Kreditraten etc.
Eigenes Einkommen — auch Teilzeit oder 0 €
| Einkommen Unterhaltspflichtiger | — |
| Kindesunterhalt | — |
| Bereinigtes Einkommen | — |
| Einkommen Berechtigter | — |
| Einkommensdifferenz | — |
| Berechnungsmethode | — |
| Ehegattenunterhalt | — |
| Einkommen Pflichtiger nach Unterhalt | — |
📊 Rechenbeispiel: 3.500 € Pflichtiger · 800 € Berechtigte · 500 € Kindesunterhalt
Die wichtigsten Anspruchsgründe
Betreuungsunterhalt (§1570 BGB): bei Betreuung gemeinsamer Kinder, meist bis zum 3. Lebensjahr des Kindes garantiert, danach abhängig von den Umständen. Krankheitsunterhalt (§1572): bei gesundheitlicher Erwerbsunfähigkeit. Aufstockungsunterhalt (§1573 Abs. 2): wenn das eigene Einkommen trotz Erwerbstätigkeit nicht für einen angemessenen Lebensstandard reicht.
Befristung und Herabsetzung
Gerichte können nachehelichen Unterhalt zeitlich befristen oder der Höhe nach herabsetzen (§1578b BGB), insbesondere wenn die Ehe kürzer war oder keine gemeinsamen Kinder vorhanden sind — dies soll den eigenverantwortlichen Übergang fördern.
⚠️ Häufige Fehler
🔍 Sonderfälle
Lange Ehedauer: Bei langjährigen Ehen (z.B. über 20 Jahre) mit klassischer Rollenverteilung wird eine Befristung seltener und vorsichtiger angewendet.
Neue Partnerschaft: Eine verfestigte neue Lebensgemeinschaft des Unterhaltsberechtigten kann zum Wegfall des Unterhaltsanspruchs führen.
🏛️ Zuständige Behörden
§1569-1586b BGB
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Häufige Fragen
Wie lange wird nachehelicher Unterhalt gezahlt?
Grundsätzlich bis der Berechtigte wieder selbst für sich sorgen kann. Befristet wenn: Kurze Ehe, eigenes Einkommen möglich. Dauerhaft wenn: Kindererziehung verhindert Erwerbstätigkeit, Krankheit, hohes Alter. Seit 2008 gilt Eigenverantwortung — Gericht prüft Zumutbarkeit der Erwerbstätigkeit nach Übergangszeit.
Was ist die 3/7-Regel beim Ehegattenunterhalt?
Vereinfachte Berechnungsformel: Unterhalt = (bereinigtes Nettoeinkommen Pflichtiger − bereinigtes Nettoeinkommen Berechtigter) × 3/7. Die 3/7 ergeben sich aus der Idee: Beide zusammen haben 7 'Teile' — der Pflichtiger 4, der Berechtigte 3. Tatsächlich gibt es viele Abweichungen je nach Einzelfall.
Muss ich nach der Scheidung sofort Unterhalt zahlen?
Nein — Ehegattenunterhalt ist freiwillig oder gerichtlich festgestellt. Er wird beim Familiengericht beantragt und per Vergleich oder Urteil festgesetzt. Trennungsunterhalt (während Trennungszeit vor Scheidung) gilt automatisch ab Trennung. Erst nach rechtskräftiger Scheidung: nachehelicher Unterhalt.
Kann Ehegattenunterhalt wegfallen?
Ja — bei Wiederheirat oder neuer Lebenspartnerschaft des Berechtigten. Bei grober Unbilligkeit (kurze Ehe ohne Kinder). Bei eigenem Einkommen das den Bedarf deckt. Bei Aussteuerung (Einigung über Abfindung statt laufendem Unterhalt). Unterhaltsverzicht im Ehevertrag möglich.
Wie lange muss ich nach der Scheidung Unterhalt zahlen?
Dies hängt stark vom individuellen Anspruchsgrund und der Ehedauer ab — bei kürzeren Ehen ohne gemeinsame Kinder wird der Unterhalt oft zeitlich befristet, während bei langjährigen Ehen mit klassischer Rollenverteilung eine unbefristete Zahlung möglich bleibt. Eine pauschale Aussage ist nicht möglich, jeder Fall wird individuell vom Familiengericht bewertet.