DeutscheRechner← Alle Rechner
📅 Aktualisiert: August 2026

Photovoltaik-Rechner 2026

Ertrag & Amortisation

Photovoltaikanlage auf einem Hausdach

Foto: Vivint Solar auf Unsplash

Eine Photovoltaikanlage erzeugt Strom, der entweder direkt selbst verbraucht (spart den teuren Netzstrombezug) oder gegen eine gesetzlich garantierte Einspeisevergütung ins Netz eingespeist werden kann — die Wirtschaftlichkeit hängt stark vom Eigenverbrauchsanteil ab, da Eigenverbrauch meist deutlich wertvoller ist als Einspeisung.

Die Kombination mit einem Elektroauto oder einer Wärmepumpe kann den Eigenverbrauchsanteil und damit die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage deutlich erhöhen.

📋 Rechtliche Grundlage: EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz). Einspeisevergütung: gesetzlich garantiert für 20 Jahre, Höhe abhängig vom Inbetriebnahmezeitpunkt.
kWp
ct/kWh
Jahresertrag
Jährliche Ersparnis
Anlagekosten
Amortisation
Anlagengröße
Jahresertrag
Eigenverbrauch
Einspeisung
Ersparnis Eigenverbrauch
Einnahmen Einspeisung (7,9 ct)
Gesamtvorteil / Jahr
Anlagekosten (1.300 €/kWp)
Amortisation
🛡️ Zuletzt aktualisiert: 11. August 2026
Geprüft nach: EEG, Standard-PV-Ertragsberechnung
Was der Rechner berücksichtigt: Grundlegende Ertrags- und Amortisationsberechnung nach Anlagengröße und Eigenverbrauchsanteil
Was der Rechner nicht berücksichtigt: Individuelle Dachausrichtung und Verschattung im Detail, exakte aktuelle Einspeisevergütungssätze (variieren nach Zeitpunkt)

📊 Rechenbeispiel: 10 kWp · Mitteldeutschland · 35% EV · 32 ct

Jahresertrag
9.500 kWh
Eigenverbrauch
3.325 kWh
Einspeisung
6.175 kWh
EV-Ersparnis
1.064 €
Einspeiseverg.
488 €
Gesamt/Jahr
1.552 €
Kosten
ca. 13.000 €
Amortisation
ca. 8,4 Jahre

Eigenverbrauch vs. Einspeisung

Selbst verbrauchter PV-Strom spart den vollen Strombezugspreis (oft 30+ Cent/kWh), während eingespeister Strom nur die deutlich niedrigere Einspeisevergütung erzielt. Eine hohe Eigenverbrauchsquote (durch Batteriespeicher, E-Auto-Laden, Wärmepumpe) verbessert die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage erheblich.

Rechenbeispiel

10 kWp-Anlage, 9.500 kWh Jahresertrag, 40% Eigenverbrauch: Eigenverbrauch spart ca. 3.800 kWh × 0,32 € = 1.216 €. Einspeisung von 5.700 kWh bringt zusätzlich Vergütung nach aktuellem EEG-Satz.

⚠️ Häufige Fehler

1. Eigenverbrauchsanteil überschätzen: Ohne Speicher oder gezielte Verbrauchssteuerung liegt der tatsächliche Eigenverbrauch oft niedriger als erwartet.
2. Nur die Einspeisevergütung als Wirtschaftlichkeitsfaktor betrachten: Der Eigenverbrauch ist meist deutlich wertvoller als die reine Einspeisung.
3. Verschattung und Dachausrichtung nicht prüfen: Diese Faktoren beeinflussen den tatsächlichen Ertrag erheblich gegenüber Idealbedingungen.
4. Batteriespeicher ohne Wirtschaftlichkeitsprüfung anschaffen: Die zusätzlichen Kosten sollten gegen den tatsächlichen Nutzen für die Eigenverbrauchsquote abgewogen werden.
5. Kombination mit E-Auto/Wärmepumpe nicht mitplanen: Diese können den Eigenverbrauchsanteil und damit die Wirtschaftlichkeit erheblich verbessern.

🔍 Sonderfälle

Batteriespeicher: Ein zusätzlicher Speicher erhöht die Investitionskosten, kann aber den Eigenverbrauchsanteil erheblich steigern, indem tagsüber erzeugter Strom auch abends genutzt werden kann.

Volleinspeisung vs. Eigenverbrauch-Modell: Bei manchen Konstellationen (z.B. sehr geringer eigener Stromverbrauch) kann eine reine Volleinspeisung wirtschaftlich sinnvoller sein als komplexe Eigenverbrauchsoptimierung.

🏛️ Zuständige Behörden

Netzbetreiber
Anmeldung der Anlage
Marktstammdatenregister
Pflichtregistrierung
Marktstammdatenregister →
📚 Rechtsgrundlagen & Quellen (Stand: 2026):
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

🔗 Verwandte Rechner

Häufige Fragen

Was kostet eine PV-Anlage 2026?

10 kWp komplett: 10.000–15.000 €. Speicher (10 kWh): +5.000–10.000 €. Wallbox E-Auto: +800–2.000 €. Seit 2023: 0% MwSt. Förderung: KfW-Kredit 270. Amortisation: 8–14 Jahre.

Lohnt sich PV mit Speicher?

Speicher erhöht Eigenverbrauch von 25% auf 50–70%. Kosten: 500–800 €/kWh. Lohnt sich bei Strompreis über 30 ct/kWh ✔️. E-Auto steigert Wirtschaftlichkeit deutlich.

Was ist die Einspeisevergütung 2026?

Unter 10 kWp: ca. 7,9 ct/kWh. 10–40 kWp: ca. 6,8 ct/kWh. 20 Jahre Laufzeit. Tipp: Eigenverbrauch ist 4× wertvoller als Einspeisung.

Brauche ich Genehmigung für PV?

Registrierung im Marktstammdatenregister + Netzbetreiber anmelden. Keine Baugenehmigung (meiste Fälle). Denkmalschutz: Anfragen. Balkonkraftwerk bis 800 W: Nur Anmeldung.

Lohnt sich ein Batteriespeicher für meine Photovoltaikanlage?

Dies hängt von Ihrem individuellen Verbrauchsprofil ab — ein Speicher lohnt sich besonders, wenn Sie tagsüber wenig, abends aber viel Strom verbrauchen, da er die Eigenverbrauchsquote erheblich steigern kann. Bei bereits hohem tagsüber-Verbrauch (z.B. durch Homeoffice) oder in Kombination mit E-Auto-Laden kann der zusätzliche Nutzen eines Speichers geringer ausfallen als die Mehrkosten rechtfertigen.