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📅 Aktualisiert: August 2026

CO₂-Steuer-Rechner 2026

Mehrkosten Heizöl, Gas & Sprit

Unterlagen zur CO2-Steuerberechnung

Foto: Kelly Sikkema auf Unsplash

Die CO2-Bepreisung verteuert fossile Brennstoffe (Heizöl, Erdgas, Benzin, Diesel) proportional zu ihrem CO2-Ausstoß — der CO2-Preis pro Tonne steigt planmäßig über die Jahre an, um Anreize für den Umstieg auf klimafreundlichere Alternativen wie Elektromobilität oder Wärmepumpen zu schaffen.

Diese Zusatzkosten werden bei Heizöl und Erdgas meist direkt in den Literpreis bzw. Gaspreis eingerechnet, bei Kraftstoffen ist der CO2-Anteil bereits im Tankstellenpreis enthalten.

📋 Rechtliche Grundlage: Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG). CO2-Preis 2026: schrittweise steigend nach gesetzlichem Preispfad.
Liter
€/Tonne
CO₂-Steuer / Jahr
CO₂-Mehrkosten / Einheit
CO₂-Menge / Jahr
CO₂-Steuer / Monat
Brennstoff
Jahresverbrauch
CO₂-Faktor
CO₂-Menge (Tonnen/Jahr)
CO₂-Preis 2026
CO₂-Steuer / Jahr
CO₂-Mehrkosten / Einheit
CO₂-Preise im Zeitverlauf: 2021: 25 €/t · 2022: 30 €/t · 2023: 35 €/t · 2024: 45 €/t · 2025/2026: 55 €/t · 2027+: EU-ETS2 marktbasiert (65–100 € erwartet). Alternativen um CO₂-Kosten zu senken: Wärmepumpe, Solaranlage, Wärmedämmung, Elektroauto.
🛡️ Zuletzt aktualisiert: 11. August 2026
Geprüft nach: Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG)
Was der Rechner berücksichtigt: CO2-Preis-basierte Zusatzkostenberechnung für Heizöl, Gas und Kraftstoffe
Was der Rechner nicht berücksichtigt: Individuelle Entlastungsmaßnahmen (z.B. Klimageld-Diskussionen), regionale Preisschwankungen der Grundpreise

📊 Rechenbeispiel: Ölheizung 2.000 Liter/Jahr · CO₂-Preis 55 €/t

Jahresverbrauch
2.000 Liter Heizöl
CO₂-Faktor
2,659 kg CO₂/Liter
CO₂-Menge
5,32 Tonnen/Jahr
CO₂-Preis
55 €/Tonne
CO₂-Steuer
292 €/Jahr
Mehrkosten/Liter
14,6 Cent

Wie sich die CO2-Steuer auswirkt

Pro Tonne CO2-Ausstoß wird ein fester Preis erhoben, der proportional in den Preis von Heizöl, Erdgas und Kraftstoffen einfließt — je mehr fossiler Brennstoff verbraucht wird, desto höher die absoluten Zusatzkosten. Dies soll einen finanziellen Anreiz zum Energiesparen und Umstieg auf klimafreundliche Alternativen schaffen.

Rechenbeispiel

2.000 Liter Heizöl-Verbrauch pro Jahr: Bei einem CO2-Preis, der ca. 6-7 Cent pro Liter Zusatzkosten verursacht, ergeben sich jährliche Mehrkosten von ca. 120-140 € allein durch die CO2-Bepreisung.

⚠️ Häufige Fehler

1. Steigenden Preispfad nicht einkalkulieren: Der CO2-Preis steigt planmäßig über die Jahre — langfristige Heizkostenplanung sollte dies berücksichtigen.
2. Vermieter-Mieter-Aufteilung nicht kennen: Bei Mietwohnungen wird die CO2-Steuer anteilig aufgeteilt, abhängig vom energetischen Gebäudezustand.
3. Alternativen zur fossilen Heizung nicht prüfen: Wärmepumpen oder andere klimafreundliche Heizsysteme können die CO2-Steuer langfristig vermeiden.
4. CO2-Steuer mit KFZ-Steuer verwechseln: Dies sind zwei unterschiedliche Abgaben mit unterschiedlicher Berechnungsgrundlage.
5. Förderungen für den Heizungstausch nicht nutzen: Beim Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme gibt es oft erhebliche staatliche Zuschüsse.

🔍 Sonderfälle

Wärmepumpen als Alternative: Eine Umstellung auf elektrische Wärmepumpen umgeht die CO2-Steuer auf fossile Heizstoffe komplett, ist aber mit hohen Anschaffungskosten verbunden.

Vermieter-Mieter-Aufteilung: Bei vermieteten Immobilien wird die CO2-Steuer auf die Heizkosten je nach energetischem Zustand des Gebäudes anteilig zwischen Vermieter und Mieter aufgeteilt.

🏛️ Zuständige Behörden

BAFA
Förderung Heizungstausch
BAFA →
📚 Rechtsgrundlagen & Quellen (Stand: 2026):
Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG)

🔗 Verwandte Rechner

Häufige Fragen

Wie viel kostet die CO₂-Steuer 2026?

CO₂-Preis: 55 €/Tonne CO₂. Mehrkosten pro Liter: Heizöl ca. 14,6 ct · Diesel ca. 14,6 ct · Benzin ca. 13,0 ct · Erdgas ca. 1,1 ct/kWh. Für einen durchschnittlichen Haushalt mit Gasheizung: ca. 100–200 €/Jahr Mehrkosten. Mit Ölheizung: ca. 200–400 €/Jahr.

Bis wann steigt die CO₂-Steuer?

2026: 55 €/Tonne (stabil). Ab 2027: EU-ETS2 (europäischer Emissionshandel für Gebäude und Verkehr) — Preis dann marktbasiert, erwartet 65–100 €/Tonne. Bis 2030 soll der Preis deutlich steigen. Heizung und Auto werden damit zunehmend teurer — Anreiz zur Umstellung auf erneuerbare Energien.

Kann ich die CO₂-Steuer vermeiden?

Vollständig nur durch Umstieg auf CO₂-neutrale Energieträger: Wärmepumpe (Strom, idealerweise solar), Fernwärme aus erneuerbaren Quellen, Elektroauto mit Ökostrom, Pelletheizung (CO₂-neutral bei nachhaltigem Holz), Solaranlage für Eigenstrom. Teilweise reduzieren: bessere Dämmung, effizienteres Heizverhalten.

Was ist mit dem 'Klimageld'?

Das Klimageld war ein geplanter Pro-Kopf-Rückzahlung aus den CO₂-Einnahmen. Es wurde bisher nicht eingeführt. Die Bundesregierung nutzt die CO₂-Einnahmen für Klimafördermaßnahmen (KfW-Programme, Gebäudeförderung, ÖPNV-Ausbau). Einkommensschwache Haushalte können erhöhtes Wohngeld beantragen.

Wie wird die CO2-Steuer zwischen Vermieter und Mieter aufgeteilt?

Seit einer gesetzlichen Neuregelung wird die CO2-Steuer auf die Heizkosten je nach energetischem Zustand des Gebäudes gestaffelt zwischen Vermieter und Mieter aufgeteilt — bei schlecht gedämmten Gebäuden trägt der Vermieter einen höheren Anteil, da er die Möglichkeit zur energetischen Sanierung hat, während der Mieter den Verbrauch direkt beeinflusst.