Gerichtskosten-Rechner 2026
Klage & Streitwert
Foto: Kelly Sikkema auf Unsplash
Die Gerichtskosten für ein Zivilverfahren richten sich nach dem Streitwert und sind im Gerichtskostengesetz (GKG) in Gebührentabellen mit Wertstufen festgelegt — je höher der Streitwert, desto höher die anfallenden Gebühren, allerdings nicht proportional linear, sondern degressiv gestaffelt.
Die Gerichtskosten müssen zunächst vom Kläger vorgeschossen werden, werden aber bei Obsiegen des Klägers grundsätzlich vom unterlegenen Beklagten erstattet — bei teilweisem Obsiegen erfolgt eine anteilige Kostenverteilung.
| Streitwert | — |
| 1 Gebührensatz (GKG) | — |
| Anzahl Gebühren | — |
| Gerichtskosten | — |
| Anwalt Kläger (ca.) | — |
| Anwalt Beklagter (ca.) | — |
| Gesamtkosten Verlierer | — |
📊 Rechenbeispiel: 5.000 € Streitwert · Urteil
Wie sich die Gerichtskosten zusammensetzen
Für ein Verfahren erster Instanz fällt üblicherweise das 3-fache der einfachen Gebühr an (bei durchgeführter mündlicher Verhandlung und Urteil). Bei vorzeitiger Beendigung (z.B. Vergleich, Klagerücknahme) können sich die Kosten reduzieren.
Rechenbeispiel
Streitwert 5.000 €: Nach GKG-Tabelle ergibt sich eine bestimmte Gebührenstufe, multipliziert mit dem Gebührensatz für das durchgeführte Verfahren — konkrete Beträge sollten anhand der aktuellen GKG-Tabelle ermittelt werden.
⚠️ Häufige Fehler
🔍 Sonderfälle
Vergleich statt Urteil: Bei einer gütlichen Einigung während des Verfahrens reduzieren sich die Gerichtskosten oft gegenüber einem vollständigen Urteil.
Prozesskostenhilfe: Bei geringem Einkommen kann eine staatliche Übernahme der Gerichtskosten über Prozesskostenhilfe beantragt werden.
🏛️ Zuständige Behörden
Gerichtskostengesetz (GKG)
🔗 Verwandte Rechner
Häufige Fragen
Was kostet eine Klage?
Streitwert 1.000 €: ca. 350 € Gesamt. 5.000 €: ca. 1.500 €. 10.000 €: ca. 2.500 €. 50.000 €: ca. 8.000 €. Verlierer trägt alles. Bei Einigung: Deutlich günstiger.
Wer muss Anwalt nehmen?
Landgericht und höher: Anwaltspflicht für beide Parteien. Amtsgericht: Keine Anwaltspflicht (aber empfohlen). Arbeitsgericht: 1. Instanz ohne Anwalt möglich.
Was ist Prozesskostenhilfe?
Bei geringem Einkommen: Staat übernimmt Kosten (PKH). Voraussetzung: Hinreichende Erfolgsaussichten, wirtschaftliche Bedürftigkeit. Antrag beim Gericht. Rückzahlung wenn finanziell besser gestellt. Beigeordneter Anwalt möglich.
Lohnt sich Klage finanziell?
Nur wenn Schuldner zahlungsfähig ist. Pyrrhussieg: Gewonnen aber Schuldner ist insolvent = Kosten bleiben. Vorher prüfen: Bonität, Vermögen des Schuldners. Bei Kleinbeträgen: Mahnbescheid oder Inkasso besser.
Muss ich die Gerichtskosten auch bezahlen, wenn ich den Prozess gewinne?
Zunächst müssen Sie als Kläger die Gerichtskosten vorschießen, unabhängig vom späteren Ausgang des Verfahrens. Bei vollständigem Obsiegen wird Ihnen der unterlegene Beklagte diese Kosten jedoch grundsätzlich erstatten müssen — bei teilweisem Obsiegen erfolgt eine anteilige Kostenverteilung entsprechend dem Verfahrensausgang.