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📅 Aktualisiert: August 2026

Urlaubsgeld-Rechner 2026

Netto berechnen

Urlaubsplanung mit Berechnung des Urlaubsgelds

Foto: Behnam Norouzi auf Unsplash

Anders als weit verbreitet angenommen, gibt es in Deutschland keinen allgemeinen gesetzlichen Anspruch auf Urlaubsgeld — es basiert ausschließlich auf Tarifverträgen, Betriebsvereinbarungen, oder individuellen arbeitsvertraglichen Zusagen.

Wo ein Anspruch besteht, liegt die Höhe meist zwischen 25% und 50% eines Monatsgehalts, teilweise auch als fester Betrag pro Urlaubstag. Nicht tarifgebundene Arbeitnehmer haben oft keinen Anspruch, sofern nichts anderes vereinbart wurde.

📋 Rechtlicher Hinweis: Kein gesetzlicher Anspruch auf Urlaubsgeld. Grundlage: Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder individuelle Vereinbarung im Arbeitsvertrag.
Urlaubsgeld netto
Gesamtnetto im Monat
Steuern auf Urlaubsgeld
Effektiver Steuersatz
Normales Bruttogehalt
Urlaubsgeld brutto
Gesamtbrutto im Monat
Normales Netto (ohne UG)
Gesamtnetto (mit UG)
Urlaubsgeld netto
Tipp: Wann kommt das Urlaubsgeld? Meist zum 1. Juni oder mit dem Junigehalt. Im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag nachlesen. Bei Kündigung vor dem Fälligkeitsdatum kann ein anteiliger Anspruch bestehen (Rückzahlungsklauseln prüfen!).
🛡️ Zuletzt aktualisiert: 11. August 2026
Geprüft nach: Übliche tarifvertragliche Regelungen zu Urlaubsgeld
Was der Rechner berücksichtigt: Übliche prozentuale Berechnung basierend auf Monatsgehalt
Was der Rechner nicht berücksichtigt: Individuelle tarifvertragliche Sonderregelungen einzelner Branchen, betriebliche Sonderzahlungsmodelle

📊 Rechenbeispiel: 3.000 € Gehalt + 1.500 € Urlaubsgeld · STK I

Bruttogehalt
3.000 €
Urlaubsgeld brutto
1.500 €
Gesamtbrutto
4.500 €
Normales Netto
ca. 1.990 €
Gesamtnetto
ca. 2.820 €
Urlaubsgeld netto
ca. 830 €

Urlaubsgeld wird höher besteuert weil das Gesamtbrutto in einem Monat steigt.

Wer hat Anspruch auf Urlaubsgeld?

Ein Anspruch besteht nur, wenn dies explizit im Arbeitsvertrag, einer Betriebsvereinbarung, oder einem für das Arbeitsverhältnis geltenden Tarifvertrag geregelt ist. Ohne eine solche Grundlage gibt es keinen automatischen Anspruch, unabhängig von der Branche oder Betriebsgröße.

Übliche Höhe

Wo ein Anspruch besteht, variiert die Höhe stark: von einem festen Betrag (z.B. 300-600 €) bis zu einem prozentualen Anteil (meist 25-50%) des Bruttomonatsgehalts, teilweise auch gestaffelt nach Betriebszugehörigkeit.

⚠️ Häufige Fehler

1. Gesetzlichen Anspruch auf Urlaubsgeld annehmen: Dieser existiert in Deutschland nicht automatisch — eine vertragliche oder tarifliche Grundlage ist immer erforderlich.
2. Urlaubsgeld mit Urlaubsanspruch verwechseln: Der gesetzliche Urlaubsanspruch (Tage) und das Urlaubsgeld (Geldleistung) sind zwei völlig unterschiedliche Ansprüche.
3. Tarifbindung nicht prüfen: Nur bei Tarifbindung oder ausdrücklicher vertraglicher Vereinbarung besteht meist ein Anspruch.
4. Anteilige Berechnung bei Jobwechsel unterschätzen: Bei unterjährigem Wechsel wird Urlaubsgeld oft nur anteilig gezahlt.
5. Freiwillige Zahlungen als dauerhaften Anspruch missverstehen: Wiederholt freiwillig gezahltes Urlaubsgeld kann unter Umständen zu einem Anspruch durch betriebliche Übung werden — dies sollte im Zweifel rechtlich geprüft werden.

🔍 Sonderfälle

Anteilige Zahlung bei unterjährigem Ein-/Austritt: Bei Beginn oder Ende des Arbeitsverhältnisses während des Jahres wird das Urlaubsgeld oft anteilig gezahlt, je nach vertraglicher Regelung.

Kombination mit Weihnachtsgeld: Manche Tarifverträge fassen Urlaubs- und Weihnachtsgeld zu einer einheitlichen Jahressonderzahlung zusammen.

🏛️ Zuständige Behörden

📚 Rechtsgrundlagen & Quellen (Stand: 2026):
Standardliteratur Tarifrecht

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Häufige Fragen

Gibt es einen gesetzlichen Anspruch auf Urlaubsgeld?

Nein — das Urlaubsgeld ist eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers. Es entsteht nur durch Regelung im Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder per betrieblicher Übung (3 Jahre regelmäßige Zahlung ohne Freiwilligkeitsvorbehalt). Etwa 45% der Arbeitnehmer in Deutschland erhalten Urlaubsgeld.

Wann wird Urlaubsgeld üblicherweise ausgezahlt?

Meistens zusammen mit dem Maigehalt (Ende Mai) oder Junigehalt — vor der Haupturlaubssaison. Im öffentlichen Dienst (TVöD): Juli. Manche Arbeitgeber zahlen anteilig zu Beginn des Jahresurlaubs. Der genaue Termin steht im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag.

Muss ich Urlaubsgeld zurückzahlen wenn ich kündige?

Rückzahlungsklauseln sind grundsätzlich möglich, aber begrenzt: Klauseln die mehr als 6 Monate Bindung verlangen, sind unwirksam (BAG-Urteile). Erlaubt: Rückzahlung wenn Arbeitnehmer vor dem 30.06. auf eigenen Wunsch kündigt. Nicht erlaubt: Rückzahlung bei Kündigung durch Arbeitgeber.

Wie unterscheidet sich Urlaubsgeld von Weihnachtsgeld?

Urlaubsgeld: Zahlung vor dem Sommerurlaub, meist Mai/Juni. Weihnachtsgeld: Zahlung im November/Dezember. Steuerlich identisch behandelt. Manche Arbeitgeber zahlen nur eines von beiden oder kombinieren beides als 'Jahressonderzahlung'. In der Metall- und Elektroindustrie (IG Metall) gibt es tariflich gesichertes Urlaubsgeld.

Kann ich Urlaubsgeld einklagen, wenn es jahrelang gezahlt wurde?

Unter Umständen ja — wenn ein Arbeitgeber über mehrere Jahre vorbehaltlos Urlaubsgeld zahlt, kann sich daraus eine sogenannte betriebliche Übung entwickeln, die einen rechtlichen Anspruch begründet. Ob dies im Einzelfall zutrifft, hängt von den genauen Umständen ab und sollte im Zweifel rechtlich geprüft werden.