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📅 Aktualisiert: Juni 2026

Urlaubsgeld-Rechner 2026

Netto berechnen

Das Urlaubsgeld ist eine freiwillige oder tariflich vereinbarte Sonderzahlung des Arbeitgebers für den Urlaub. Einen gesetzlichen Anspruch auf Urlaubsgeld gibt es in Deutschland nicht — es muss im Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder per Betriebsvereinbarung geregelt sein. Üblich sind 50–100% eines Monatsgehalts als Urlaubsgeld.

Das Urlaubsgeld wird steuerlich wie normales Gehalt behandelt — es unterliegt der Lohnsteuer, dem Solidaritätszuschlag und allen Sozialversicherungsbeiträgen. Durch die Zusammenballung in einem Monat kann es zu einem höheren Steuerabzug führen. Die Fünftelregelung gilt für Urlaubsgeld grundsätzlich nicht (anders als bei Abfindungen).

Viele Arbeitnehmer unterschätzen die Steuerbelastung beim Urlaubsgeld: Ein Monatsgehalt von 3.000 € plus 1.500 € Urlaubsgeld ergibt im Auszahlungsmonat 4.500 € Brutto — der Steuerabzug ist dann deutlich höher als im Normalmonat, da der progressive Steuertarif greift.

📋 Rechtliche Grundlage: §611a BGB (Arbeitsvertrag), §4a EFZG (Urlaubsgeld). Kein gesetzlicher Anspruch — nur vertraglich/tariflich. Steuerlich: normaler Arbeitslohn §19 EStG, Lohnsteuer nach Jahrestabelle. SV-Beitragspflicht: ja, voll. Rückzahlungsklauseln: BGH-Urteil — nur zulässig bis max. 6 Monate Bindungsfrist.
Urlaubsgeld netto
Gesamtnetto im Monat
Steuern auf Urlaubsgeld
Effektiver Steuersatz
Normales Bruttogehalt
Urlaubsgeld brutto
Gesamtbrutto im Monat
Normales Netto (ohne UG)
Gesamtnetto (mit UG)
Urlaubsgeld netto
Tipp: Wann kommt das Urlaubsgeld? Meist zum 1. Juni oder mit dem Junigehalt. Im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag nachlesen. Bei Kündigung vor dem Fälligkeitsdatum kann ein anteiliger Anspruch bestehen (Rückzahlungsklauseln prüfen!).

📊 Rechenbeispiel: 3.000 € Gehalt + 1.500 € Urlaubsgeld · STK I

Bruttogehalt
3.000 €
Urlaubsgeld brutto
1.500 €
Gesamtbrutto
4.500 €
Normales Netto
ca. 1.990 €
Gesamtnetto
ca. 2.820 €
Urlaubsgeld netto
ca. 830 €

Urlaubsgeld wird höher besteuert weil das Gesamtbrutto in einem Monat steigt.

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Häufige Fragen

Gibt es einen gesetzlichen Anspruch auf Urlaubsgeld?

Nein — das Urlaubsgeld ist eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers. Es entsteht nur durch Regelung im Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder per betrieblicher Übung (3 Jahre regelmäßige Zahlung ohne Freiwilligkeitsvorbehalt). Etwa 45% der Arbeitnehmer in Deutschland erhalten Urlaubsgeld.

Wann wird Urlaubsgeld üblicherweise ausgezahlt?

Meistens zusammen mit dem Maigehalt (Ende Mai) oder Junigehalt — vor der Haupturlaubssaison. Im öffentlichen Dienst (TVöD): Juli. Manche Arbeitgeber zahlen anteilig zu Beginn des Jahresurlaubs. Der genaue Termin steht im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag.

Muss ich Urlaubsgeld zurückzahlen wenn ich kündige?

Rückzahlungsklauseln sind grundsätzlich möglich, aber begrenzt: Klauseln die mehr als 6 Monate Bindung verlangen, sind unwirksam (BAG-Urteile). Erlaubt: Rückzahlung wenn Arbeitnehmer vor dem 30.06. auf eigenen Wunsch kündigt. Nicht erlaubt: Rückzahlung bei Kündigung durch Arbeitgeber.

Wie unterscheidet sich Urlaubsgeld von Weihnachtsgeld?

Urlaubsgeld: Zahlung vor dem Sommerurlaub, meist Mai/Juni. Weihnachtsgeld: Zahlung im November/Dezember. Steuerlich identisch behandelt. Manche Arbeitgeber zahlen nur eines von beiden oder kombinieren beides als 'Jahressonderzahlung'. In der Metall- und Elektroindustrie (IG Metall) gibt es tariflich gesichertes Urlaubsgeld.