Urlaubsgeld-Rechner 2026
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Das Urlaubsgeld ist eine freiwillige oder tariflich vereinbarte Sonderzahlung des Arbeitgebers für den Urlaub. Einen gesetzlichen Anspruch auf Urlaubsgeld gibt es in Deutschland nicht — es muss im Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder per Betriebsvereinbarung geregelt sein. Üblich sind 50–100% eines Monatsgehalts als Urlaubsgeld.
Das Urlaubsgeld wird steuerlich wie normales Gehalt behandelt — es unterliegt der Lohnsteuer, dem Solidaritätszuschlag und allen Sozialversicherungsbeiträgen. Durch die Zusammenballung in einem Monat kann es zu einem höheren Steuerabzug führen. Die Fünftelregelung gilt für Urlaubsgeld grundsätzlich nicht (anders als bei Abfindungen).
Viele Arbeitnehmer unterschätzen die Steuerbelastung beim Urlaubsgeld: Ein Monatsgehalt von 3.000 € plus 1.500 € Urlaubsgeld ergibt im Auszahlungsmonat 4.500 € Brutto — der Steuerabzug ist dann deutlich höher als im Normalmonat, da der progressive Steuertarif greift.
| Normales Bruttogehalt | — |
| Urlaubsgeld brutto | — |
| Gesamtbrutto im Monat | — |
| Normales Netto (ohne UG) | — |
| Gesamtnetto (mit UG) | — |
| Urlaubsgeld netto | — |
📊 Rechenbeispiel: 3.000 € Gehalt + 1.500 € Urlaubsgeld · STK I
Urlaubsgeld wird höher besteuert weil das Gesamtbrutto in einem Monat steigt.
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Häufige Fragen
Gibt es einen gesetzlichen Anspruch auf Urlaubsgeld?
Nein — das Urlaubsgeld ist eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers. Es entsteht nur durch Regelung im Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder per betrieblicher Übung (3 Jahre regelmäßige Zahlung ohne Freiwilligkeitsvorbehalt). Etwa 45% der Arbeitnehmer in Deutschland erhalten Urlaubsgeld.
Wann wird Urlaubsgeld üblicherweise ausgezahlt?
Meistens zusammen mit dem Maigehalt (Ende Mai) oder Junigehalt — vor der Haupturlaubssaison. Im öffentlichen Dienst (TVöD): Juli. Manche Arbeitgeber zahlen anteilig zu Beginn des Jahresurlaubs. Der genaue Termin steht im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag.
Muss ich Urlaubsgeld zurückzahlen wenn ich kündige?
Rückzahlungsklauseln sind grundsätzlich möglich, aber begrenzt: Klauseln die mehr als 6 Monate Bindung verlangen, sind unwirksam (BAG-Urteile). Erlaubt: Rückzahlung wenn Arbeitnehmer vor dem 30.06. auf eigenen Wunsch kündigt. Nicht erlaubt: Rückzahlung bei Kündigung durch Arbeitgeber.
Wie unterscheidet sich Urlaubsgeld von Weihnachtsgeld?
Urlaubsgeld: Zahlung vor dem Sommerurlaub, meist Mai/Juni. Weihnachtsgeld: Zahlung im November/Dezember. Steuerlich identisch behandelt. Manche Arbeitgeber zahlen nur eines von beiden oder kombinieren beides als 'Jahressonderzahlung'. In der Metall- und Elektroindustrie (IG Metall) gibt es tariflich gesichertes Urlaubsgeld.