Stundensatz-Rechner 2026
Kostendeckend kalkulieren
Viele Freelancer berechnen ihren Stundensatz zu niedrig — weil sie vergessen, alle Kosten einzurechnen. Ein Freelancer der 80.000 € Jahresgewinn anstrebt und 1.500 produktive Stunden hat, braucht einen Stundensatz von ca. 65–80 € — nicht 40 €!
Der Stundensatz muss folgendes decken: Eigene Lebenshaltungskosten (inkl. Steuern und Sozialabgaben), Betriebskosten (Software, Büro, Equipment, Versicherungen, Weiterbildung), Ausfallzeiten (Urlaub, Krankheit, Akquise, Administration — ca. 25–35% der Zeit ist nicht fakturierbar), Altersvorsorge und Rücklagen.
Markt-Check ist ebenfalls wichtig: Was zahlt der Markt? IT-Freiberufler erzielen 2026 typischerweise 80–150 €/Stunde, Designer 60–100 €, Berater 90–200 €, Übersetzer 40–70 €. Wer zu günstig ist, hat zu viel Arbeit und zu wenig Gewinn — und signalisiert oft auch niedrige Qualität.
Typisch: 5–6 Std./Tag (Rest für Akquise, Admin, Pausen)
Software, Buchhaltung, Versicherungen, Weiterbildung, Equipment
| Gewünschtes Nettoeinkommen | — |
| Steuer + Sozialabgaben | — |
| Benötigter Brutto-Gewinn | — |
| Betriebskosten | — |
| Benötigter Jahresumsatz | — |
| Fakturierbare Stunden/Jahr | — |
| Mindest-Stundensatz | — |
| Empfohlen (+20% Puffer) | — |
📊 Rechenbeispiel: 50.000 € Netto · 220 Tage · 6 Std./Tag · 8.000 € Kosten
Empfohlen mit 20% Puffer: 80 €/Std. Markt-Check: IT 80–150 €, Berater 90–200 €, Design 60–100 €.
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Häufige Fragen
Wie berechne ich meinen Stundensatz als Freelancer?
Formel: Stundensatz = (Gewünschtes Nettoeinkommen ÷ (1 − Steuersatz) + Betriebskosten) ÷ Fakturierbare Jahresstunden. Fakturierbare Stunden = Arbeitstage × Stunden/Tag × (1 − Ausfallquote). Wichtig: Ausfallzeiten für Akquise, Urlaub, Weiterbildung einrechnen — ca. 25–35% der Zeit ist nicht fakturierbar.
Warum reichen 40 €/Stunde für Freelancer oft nicht?
Bei 40 €/Stunde und 1.320 Jahresstunden: 52.800 € Umsatz. Davon: 38% Steuern + KV = 20.064 €, 8.000 € Betriebskosten → Netto nur 24.736 €/Jahr. Das entspricht ca. 2.060 €/Monat netto — zu wenig für die meisten. Und: Altersvorsorge ist noch nicht eingerechnet!
Was sind typische Betriebskosten für Freelancer?
Software: Buchhaltung (DATEV, Lexoffice: 200–600 €/Jahr), Adobe, Microsoft etc. Buchhaltung/Steuerberater: 1.000–3.000 €/Jahr. Versicherungen: Berufshaftpflicht 200–800 €, BU 100–500 €/Monat. Weiterbildung: 1.000–3.000 €/Jahr. Equipment: Laptop-Abschreibung, Kamera etc. Büro: Homeoffice oder Coworking.
Wie finde ich heraus was der Markt zahlt?
Branchenverbände (VGSD, FKD, Bundesverband Freier Berufe). Freelancer-Plattformen (Upwork, Freelance.de, Gulp) zeigen Marktpreise. Netzwerk-Gespräche mit Kollegen. Xing/LinkedIn: Stundensätze in Job-Inseraten. Faustformel: Stundensatz ≈ Jahresgehalt eines Festangestellten ÷ 1.000.