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📅 Aktualisiert: Juni 2026

Stundensatz-Rechner 2026

Kostendeckend kalkulieren

Viele Freelancer berechnen ihren Stundensatz zu niedrig — weil sie vergessen, alle Kosten einzurechnen. Ein Freelancer der 80.000 € Jahresgewinn anstrebt und 1.500 produktive Stunden hat, braucht einen Stundensatz von ca. 65–80 € — nicht 40 €!

Der Stundensatz muss folgendes decken: Eigene Lebenshaltungskosten (inkl. Steuern und Sozialabgaben), Betriebskosten (Software, Büro, Equipment, Versicherungen, Weiterbildung), Ausfallzeiten (Urlaub, Krankheit, Akquise, Administration — ca. 25–35% der Zeit ist nicht fakturierbar), Altersvorsorge und Rücklagen.

Markt-Check ist ebenfalls wichtig: Was zahlt der Markt? IT-Freiberufler erzielen 2026 typischerweise 80–150 €/Stunde, Designer 60–100 €, Berater 90–200 €, Übersetzer 40–70 €. Wer zu günstig ist, hat zu viel Arbeit und zu wenig Gewinn — und signalisiert oft auch niedrige Qualität.

📋 Rechtliche Grundlage: Kalkulation nach Deckungsbeitragsrechnung. Steuerliche Grundlage: §18 EStG (freiberufliche Einkünfte). GKV-Beiträge Selbstständige: §240 SGB V. Empfehlung: VGSD (Verband der Gründer und Selbstständigen) für Stundensatz-Benchmarks.
€/Jahr
Tage
Std./Tag

Typisch: 5–6 Std./Tag (Rest für Akquise, Admin, Pausen)

€/Jahr

Software, Buchhaltung, Versicherungen, Weiterbildung, Equipment

Mindest-Stundensatz
Empfohlener Stundensatz (+20%)
Fakturierbare Jahresstunden
Benötigter Jahresumsatz
Gewünschtes Nettoeinkommen
Steuer + Sozialabgaben
Benötigter Brutto-Gewinn
Betriebskosten
Benötigter Jahresumsatz
Fakturierbare Stunden/Jahr
Mindest-Stundensatz
Empfohlen (+20% Puffer)

📊 Rechenbeispiel: 50.000 € Netto · 220 Tage · 6 Std./Tag · 8.000 € Kosten

Nettowunsch
50.000 €
Steuerfaktor (38%)
→ Brutto 80.645 €
Betriebskosten
8.000 €
Jahresumsatz nötig
88.645 €
Jahresstunden
1.320 Std.
Mindest-Stundensatz
67,15 €

Empfohlen mit 20% Puffer: 80 €/Std. Markt-Check: IT 80–150 €, Berater 90–200 €, Design 60–100 €.

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Häufige Fragen

Wie berechne ich meinen Stundensatz als Freelancer?

Formel: Stundensatz = (Gewünschtes Nettoeinkommen ÷ (1 − Steuersatz) + Betriebskosten) ÷ Fakturierbare Jahresstunden. Fakturierbare Stunden = Arbeitstage × Stunden/Tag × (1 − Ausfallquote). Wichtig: Ausfallzeiten für Akquise, Urlaub, Weiterbildung einrechnen — ca. 25–35% der Zeit ist nicht fakturierbar.

Warum reichen 40 €/Stunde für Freelancer oft nicht?

Bei 40 €/Stunde und 1.320 Jahresstunden: 52.800 € Umsatz. Davon: 38% Steuern + KV = 20.064 €, 8.000 € Betriebskosten → Netto nur 24.736 €/Jahr. Das entspricht ca. 2.060 €/Monat netto — zu wenig für die meisten. Und: Altersvorsorge ist noch nicht eingerechnet!

Was sind typische Betriebskosten für Freelancer?

Software: Buchhaltung (DATEV, Lexoffice: 200–600 €/Jahr), Adobe, Microsoft etc. Buchhaltung/Steuerberater: 1.000–3.000 €/Jahr. Versicherungen: Berufshaftpflicht 200–800 €, BU 100–500 €/Monat. Weiterbildung: 1.000–3.000 €/Jahr. Equipment: Laptop-Abschreibung, Kamera etc. Büro: Homeoffice oder Coworking.

Wie finde ich heraus was der Markt zahlt?

Branchenverbände (VGSD, FKD, Bundesverband Freier Berufe). Freelancer-Plattformen (Upwork, Freelance.de, Gulp) zeigen Marktpreise. Netzwerk-Gespräche mit Kollegen. Xing/LinkedIn: Stundensätze in Job-Inseraten. Faustformel: Stundensatz ≈ Jahresgehalt eines Festangestellten ÷ 1.000.