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📅 Aktualisiert: August 2026

Heizungsaustausch-Rechner 2026

Kosten & Förderung

Installation einer neuen Heizungsanlage

Foto: Precondo CA auf Unsplash

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt bei Neueinbau und teilweise beim Austausch bestehender Heizungen einen Mindestanteil erneuerbarer Energien vor — dies hat in den letzten Jahren zu verstärktem Interesse an Wärmepumpen und anderen klimafreundlichen Heizsystemen geführt.

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) unterstützt den Heizungstausch mit erheblichen Zuschüssen — abhängig vom gewählten System und individuellen Faktoren wie Einkommen können Förderquoten von 30% bis über 70% der Investitionskosten erreicht werden.

📋 Rechtliche Grundlage: Gebäudeenergiegesetz (GEG). BEG-Förderung: Basisförderung 30%, zusätzliche Boni möglich (Geschwindigkeit, Einkommen) bis 70%.
Gesamtkosten
Nach BEG-Förderung
Förderung
Amortisation
Heizungsart
Gesamtkosten
BEG-Förderung
Eigenanteil
Jährl. Einsparung (vs. Gas)
Amortisation Eigenanteil
Wichtig: Förderantrag VOR Beauftragung stellen (BAFA)! Energieberater erforderlich. Antrag online unter bafa.de.
🛡️ Zuletzt aktualisiert: 11. August 2026
Geprüft nach: GEG, BEG-Förderrichtlinien
Was der Rechner berücksichtigt: Typische Investitionskosten verschiedener Heizsysteme, grundlegende Förderquoten
Was der Rechner nicht berücksichtigt: Individuelle Fördervoraussetzungen im Detail, exakte Amortisationsberechnung unter Einbeziehung der Energiepreisentwicklung

📊 Rechenbeispiel: 130 m² · Wärmepumpe Luft/Wasser · 50% Förderung

Gesamtkosten
ca. 16.000 €
BEG 50%
8.000 €
Eigenanteil
8.000 €
Einsparung/Jahr
ca. 800 €
Amortisation
ca. 10 Jahre
CO₂-Einsparung
ca. 2 t/Jahr

Fördermöglichkeiten im Überblick

Die Basisförderung deckt 30% der förderfähigen Kosten. Ein Geschwindigkeitsbonus (für frühzeitigen Austausch alter Heizungen) sowie ein Einkommensbonus (bei zu versteuerndem Haushaltseinkommen unter einer bestimmten Grenze) können die Förderung auf bis zu 70% erhöhen.

Rechenbeispiel

Wärmepumpe, Investitionskosten 25.000 €, 40% Förderquote: Förderbetrag = 10.000 €, verbleibende Eigeninvestition = 15.000 €.

⚠️ Häufige Fehler

1. Fördermöglichkeiten nicht vollständig ausschöpfen: Die verschiedenen Bonusarten (Geschwindigkeit, Einkommen) werden oft nicht kombiniert genutzt.
2. Bestandsschutz für funktionierende Heizungen missverstehen: Ein sofortiger Zwangsaustausch ist bei funktionierenden Bestandsheizungen meist nicht erforderlich.
3. Nur Anschaffungskosten ohne Betriebskostenvergleich betrachten: Die langfristigen Betriebskosten können die höhere Anfangsinvestition mancher Systeme ausgleichen.
4. Förderantrag zu spät stellen: Der Antrag sollte meist vor Beginn der Maßnahme gestellt werden, nicht erst danach.
5. Energieberater-Pflicht bei manchen Förderungen übersehen: Für bestimmte Förderstufen ist eine fachliche Beratung vorgeschrieben.

🔍 Sonderfälle

Bestandsschutz für alte Heizungen: Funktionierende Heizungen müssen nicht sofort ausgetauscht werden — die GEG-Regelungen greifen primär bei Neueinbau oder irreparablem Defekt.

Hybridlösungen: Die Kombination verschiedener Systeme (z.B. Wärmepumpe mit bestehender Gasheizung als Spitzenlastabdeckung) kann in manchen Fällen eine wirtschaftliche Übergangslösung sein.

🏛️ Zuständige Behörden

KfW/BAFA
Förderantrag Heizungstausch
KfW →
Energieberater
Beratungspflicht bei manchen Förderungen
📚 Rechtsgrundlagen & Quellen (Stand: 2026):
Gebäudeenergiegesetz (GEG)

🔗 Verwandte Rechner

Häufige Fragen

Welche Förderung gibt es für neue Heizung 2026?

BEG (Bundesförderung): Grundförderung 30% + Klimageschw.-Bonus 20% (fossile Heizung raus) + Effizienzbonus 5% + Einkommensbonus 30% (unter 40.000 € Haushaltseink.) = max. 70%. Förderfähig: max. 30.000 € Kosten → max. 21.000 € Förderung.

Lohnt sich Wärmepumpe 2026?

Bei gut gedämmtem Gebäude (Heizlast unter 70 W/m²) und FHB/Niedertemperatur-Heizkörper: Ja. Betriebskosten WP: ca. 700–1.200 €/Jahr (Strom). Gas: ca. 1.500–2.500 €/Jahr. Amortisation mit Förderung: 8–15 Jahre. Langfristig: WP günstiger und unabhängiger.

Gas- oder Wärmepumpe?

Gasheizung: Günstiger (6.000–12.000 €), keine BEG-Förderung. Aber: Steigende Gaspreise, CO₂-Preis steigt. Wärmepumpe: Teurer, aber BEG bis 70%, niedrigere Betriebskosten. GEG: Neue Gasheizungen müssen 65% erneuerbare Energien nutzen.

Was muss ich vor dem Heizungstausch prüfen?

1. Heizlastberechnung: Gebäude gut genug gedämmt für WP? 2. Heizkörper: Ausreichend dimensioniert für Niedertemperatur? 3. Warmwasser: Wie wird es erzeugt? 4. Förderantrag VOR Beauftragung stellen. 5. Energieberater (BEG-Expertenliste) beauftragen.

Muss ich meine funktionierende Heizung jetzt austauschen?

Nein, es besteht grundsätzlich Bestandsschutz für funktionierende Heizungsanlagen. Die Regelungen des Gebäudeenergiegesetzes greifen primär beim Neueinbau oder wenn eine bestehende Heizung irreparabel defekt ist — ein sofortiger Zwangsaustausch funktionierender Systeme ist nicht vorgeschrieben.