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📅 Aktualisiert: August 2026

Fassaden-Rechner 2026

Fassadenrenovierung Kosten

Fassadenarbeiten an einem Gebäude

Foto: Josue Isai Ramos Figueroa auf Unsplash

Die Fassadenfläche berechnet sich aus dem Gebäudeumfang multipliziert mit der Wandhöhe, abzüglich Fenster- und Türflächen. Diese Fläche ist die Grundlage für die Materialkalkulation bei Wärmedämmverbundsystemen (WDVS), Fassadenputz oder Fassadenfarbe.

Eine nachträgliche Fassadendämmung kann den Energieverbrauch erheblich senken und ist häufig über KfW-Programme förderfähig, besonders in Kombination mit anderen energetischen Sanierungsmaßnahmen.

📋 Berechnungsgrundlage: Fassadenfläche = Gebäudeumfang × Wandhöhe − Fenster-/Türflächen. Relevant für WDVS, Putz und Farbmengenberechnung.
Gesamtkosten
BEG-Förderung
Gerüstkosten
Kosten/m²
Fassadenfläche
Material + Arbeit
Gerüst
Gesamt vor Förderung
BEG-Förderung (15%)
Eigenanteil
🛡️ Zuletzt aktualisiert: 11. August 2026
Geprüft nach: Standard-Baukalkulation für Fassadenarbeiten, Gebäudeenergiegesetz (GEG)
Was der Rechner berücksichtigt: Flächenberechnung nach Umfang und Höhe abzüglich Öffnungen
Was der Rechner nicht berücksichtigt: Komplexe Gebäudegeometrien mit vielen Vor-/Rücksprüngen, individuelle Fördervoraussetzungen

📊 Rechenbeispiel: 120 m² WDVS · Gerüst nötig

Material+Arbeit WDVS
120×110=13.200 €
Gerüst (4 Wochen)
ca. 1.440 €
Gesamt
ca. 14.640 €
BEG 15%
ca. 2.196 €
Eigenanteil
ca. 12.444 €
Einsparung Heizung
ca. 600 €/Jahr

Wärmedämmverbundsystem (WDVS)

Ein WDVS kombiniert Dämmstoff mit Außenputz in einem System und ist die häufigste Methode zur nachträglichen Fassadendämmung. Die Dämmstärke richtet sich nach den gewünschten energetischen Zielen und möglichen Fördervoraussetzungen.

Rechenbeispiel

Gebäudeumfang 40m, Wandhöhe 6m, Fenster-/Türflächen 25m²: Fassadenfläche = (40 × 6) − 25 = 215 m².

⚠️ Häufige Fehler

1. Fenster- und Türflächen nicht abziehen: Dies führt zu überschätzter benötigter Materialmenge und höheren Kosten.
2. Komplexe Gebäudegeometrie vereinfachen: Bei vielen Vor-/Rücksprüngen kann die einfache Umfangsformel die tatsächliche Fläche unterschätzen.
3. Fördermöglichkeiten nicht prüfen: KfW-Programme können die Kosten einer Fassadendämmung erheblich senken.
4. Denkmalschutzauflagen übersehen: Bei geschützten Gebäuden können Standard-Dämmsysteme unzulässig sein.
5. Nur Materialkosten, nicht Gerüstkosten einplanen: Ein Gerüst für die Fassadenarbeiten ist ein oft übersehener, aber erheblicher Kostenfaktor.

🔍 Sonderfälle

Denkmalschutz: Bei denkmalgeschützten Gebäuden können besondere Auflagen für die Fassadengestaltung gelten, die eine Standard-WDVS-Dämmung erschweren.

Komplexe Fassadengeometrie: Bei vielen Erkern, Vor- und Rücksprüngen erhöht sich die tatsächliche Fläche gegenüber der einfachen Umfangsberechnung.

🏛️ Zuständige Behörden

Denkmalschutzbehörde
Bei denkmalgeschützten Gebäuden
KfW
Förderprogramme
KfW →
📚 Rechtsgrundlagen & Quellen (Stand: 2026):
Gebäudeenergiegesetz (GEG)

🔗 Verwandte Rechner

Häufige Fragen

Was kostet Fassade renovieren 2026?

Streichen: 15–25 €/m² (inkl. Gerüst). WDVS komplett: 80–150 €/m². Außenputz erneuern: 30–60 €/m². Klinker reinigen: 10–20 €/m². EFH (120 m² Fassade): Streichen 2.500–4.000 €, WDVS 12.000–20.000 €.

WDVS oder nur streichen?

Nur streichen: Günstig, optisch aufgefrischt, keine energetische Verbesserung. WDVS: Teurer, aber BEG-Förderung, Heizkosten-Einsparung ca. 20–30%, Wertsteigerung. Empfehlung: Wenn Fassade sowieso saniert wird — immer WDVS mitnehmen!

Gibt es Förderung für Fassadendämmung?

BEG-EM (BAFA): 15% Grundförderung, +5% iSFP-Bonus. Anforderung U-Wert ≤0,20 W/(m²K). Max. förderfähige Kosten: 30.000 €/WE. Antrag vor Beauftragung! KfW-Kredit 261 auch möglich.

Wie oft muss die Fassade gestrichen werden?

Mineralputz: 10–15 Jahre. Silikonharzfarbe: 15–20 Jahre. Silikatfarbe: 15–25 Jahre. Zeichen für Fälligkeit: Algen/Moosbefall, abblätternde Farbe, Risse. Frühzeitig sanieren: Verhindert teuerere Schäden.

Was kostet eine Gerüststellung für Fassadenarbeiten zusätzlich?

Die Kosten für ein Baugerüst werden oft übersehen, können aber je nach Gebäudegröße und Mietdauer mehrere tausend Euro ausmachen. Diese sollten immer zusätzlich zu den reinen Material- und Handwerkerkosten in die Gesamtkalkulation einer Fassadensanierung einfließen.