Wanddurchbruch-Rechner 2026
Kosten & Statik
Foto: Josue Isai Ramos Figueroa auf Unsplash
Die Kosten für einen Wanddurchbruch unterscheiden sich erheblich zwischen tragenden und nicht-tragenden Wänden — bei nicht-tragenden Trennwänden ist der Durchbruch meist unkompliziert und günstig, während bei tragenden Wänden zwingend statische Sicherungsmaßnahmen (z.B. Stahlträger) notwendig sind, was die Kosten vervielfachen kann.
Vor jedem Wanddurchbruch sollte zweifelsfrei geklärt werden, ob es sich um eine tragende Wand handelt — im Zweifel ist immer ein Statiker zu konsultieren, da ein unsachgemäßer Eingriff in tragende Strukturen die Standsicherheit des gesamten Gebäudes gefährden kann.
| Wandtyp | — |
| Öffnung | — |
| Stemm-/Sägearbeiten | — |
| Sturz (bei Tragendem) | — |
| Verputzen / Finish | — |
| Statiker (ca.) | — |
| Gesamt | — |
📊 Rechenbeispiel: 100×210 cm Durchbruch · tragende Ziegelwand
Tragende vs. nicht-tragende Wand
Nicht-tragende Wände (Trennwände) können ohne statische Sicherung entfernt oder durchbrochen werden — relativ einfache und kostengünstige Maßnahme. Tragende Wände übernehmen Lastfunktionen für das Gebäude und erfordern beim Durchbruch zwingend eine statische Berechnung sowie meist einen Stahl- oder Betonträger zur Lastableitung.
Rechenbeispiel
Tragende Wand, Durchbruch mit Stahlträger, 2 m Breite: Kosten für Statik, Träger und fachgerechte Ausführung ca. 3.000-4.500 €, deutlich mehr als bei einer vergleichbaren nicht-tragenden Wand.
⚠️ Häufige Fehler
🔍 Sonderfälle
Genehmigungspflicht: Bei tragenden Wänden ist oft eine Baugenehmigung oder zumindest eine statische Nachweisführung erforderlich, besonders bei Mehrfamilienhäusern.
Leitungen in der Wand: Vor dem Durchbruch sollte geprüft werden, ob sich Elektro-, Wasser- oder Heizungsleitungen in der betroffenen Wand befinden.
🏛️ Zuständige Behörden
Landesbauordnungen (länderspezifisch)
🔗 Verwandte Rechner
Häufige Fragen
Was kostet ein Wanddurchbruch?
Nicht-tragend (Rigips): 300–800 €. Nicht-tragend (Massiv): 600–1.500 €. Tragend Ziegel: 2.000–5.000 €. Tragend Beton: 3.000–8.000 €. Statiker: +500–1.500 €. Je größer die Öffnung und härter das Material, desto teurer.
Wie erkenne ich tragende Wände?
Faustregeln: Wände quer zur Firstlinie oft tragend. Durchgehende Wände über mehrere Etagen. Betonwände meist tragend. Im Zweifel: Statiker oder Bauleiter fragen. Baupläne beim Bauordnungsamt einsehen.
Brauche ich Genehmigung?
Nicht-tragende Wand entfernen: Meist keine Genehmigung. Tragende Wand: Genehmigung plus Statiker-Nachweis erforderlich. Mietwohnung: Immer Vermieter fragen! Sicherheitshalber immer beim Bauamt anfragen.
Kann ich selbst Wand durchbrechen?
Nicht-tragende dünne Wand: Möglich. Tragende Wand: Nie ohne Fachmann! Gefahr: Gebäudeschäden, Einsturzgefahr, Haftung. Elektro/Wasser in Wänden: Leitungen vorher prüfen. Immer Fachmann beauftragen.
Wie erkenne ich, ob eine Wand tragend ist?
Eine zuverlässige Einschätzung erfordert meist einen Blick in die Baupläne des Gebäudes oder eine fachkundige Begutachtung durch einen Statiker oder Bausachverständigen — Faustregeln wie 'Außenwände sind immer tragend' können als grobe Orientierung dienen, sind aber nicht zuverlässig genug für eine sichere Entscheidung. Bei jedem Zweifel sollte vor einem Wanddurchbruch zwingend eine fachkundige statische Prüfung erfolgen, um die Standsicherheit des Gebäudes nicht zu gefährden.