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📅 Aktualisiert: August 2026

Rigips-Rechner 2026

Trockenbau & Gipskarton berechnen

Trockenbauarbeiten mit Gipskartonplatten

Foto: Efe Kurnaz auf Unsplash

Gipskartonplatten (umgangssprachlich oft "Rigips" nach einer bekannten Marke) werden im Trockenbau für nichttragende Zwischenwände, abgehängte Decken oder Dachschrägenverkleidungen verwendet — die benötigte Plattenmenge berechnet sich aus der zu verkleidenden Fläche geteilt durch die Standardplattengröße.

Neben den Platten selbst werden für den Wandaufbau auch Metallständerwerk (bei Zwischenwänden), Dämmmaterial (oft für Schallschutz), sowie Schrauben und Spachtelmasse für die Fugen benötigt.

📋 Berechnungsgrundlage: Standardplatte: meist 1,25m × 2,50m = 3,125 m². Plattenmenge = Fläche ÷ 3,125 (aufgerundet), zzgl. Verschnitt.
€/Platte
Platten benötigt
Fläche inkl. Verschnitt
Materialkosten
Schrauben (ca.)
Fläche
Beplankung
Plattentyp
Plattengröße2,60 × 1,25 m = 3,25 m²
Platten benötigt
Schrauben (25 Stück/m²)
Ständerwerk (Laufmeter)
Materialkosten
🛡️ Zuletzt aktualisiert: 11. August 2026
Geprüft nach: Standard-Baukalkulation für Trockenbauarbeiten
Was der Rechner berücksichtigt: Flächenbasierte Plattenmengenberechnung nach Standardformat
Was der Rechner nicht berücksichtigt: Individuelle Konstruktionsdetails (einlagig vs. doppelt beplankt), spezielle Feuerschutz- oder Feuchtraumplatten im Detail

📊 Rechenbeispiel: 20 m² Wand · 1-lagig · GKB · 12 €/Platte

Fläche
20 m²
Verschnitt (+10%)
22 m²
Platten (à 3,25 m²)
7 Platten
Schrauben
500 Stück
Ständerwerk
ca. 16 m CW-Profile
Kosten
7 × 12 € = 84 €

Ein- vs. doppellagige Beplankung

Einlagige Beplankung ist Standard für normale Trennwände. Doppellagige Beplankung (zwei Plattenlagen) erhöht Schallschutz und Stabilität, wird aber entsprechend mehr Material und Arbeitszeit benötigt — üblich bei erhöhten Schallschutzanforderungen zwischen Räumen.

Rechenbeispiel

Zwischenwand 15 m², einlagige Beplankung beidseitig: Benötigte Plattenmenge = (15 × 2) ÷ 3,125 ≈ 10 Platten (beide Wandseiten).

⚠️ Häufige Fehler

1. Beidseitige Beplankung bei Zwischenwänden vergessen: Eine Trennwand benötigt in der Regel Platten auf beiden Seiten des Ständerwerks.
2. Feuchtraumplatten in Bädern durch Standardplatten ersetzen: Dies kann zu Feuchtigkeitsschäden führen — spezielle imprägnierte Platten sind hier notwendig.
3. Ständerwerk- und Dämmkosten vergessen: Diese zusätzlichen Materialien sind für den kompletten Trockenbauaufbau notwendig, nicht nur die Platten selbst.
4. Verschnitt bei komplexen Raumformen unterschätzen: Bei vielen Ecken oder Aussparungen (Steckdosen, Türen) kann mehr Material benötigt werden.
5. Spachtelarbeiten an den Fugen unterschätzen: Diese sind für ein glattes, unsichtbares Endergebnis notwendig und erfordern zusätzliches Material und Arbeitszeit.

🔍 Sonderfälle

Feuchtraumplatten: Für Bäder und andere Feuchträume werden spezielle, imprägnierte Gipskartonplatten benötigt, die feuchtigkeitsresistenter sind als Standardplatten.

Brandschutzplatten: In bestimmten Bereichen (z.B. Kellerräume, Heizungsräume) können feuerhemmende Spezialplatten vorgeschrieben sein.

🏛️ Zuständige Behörden

📚 Rechtsgrundlagen & Quellen (Stand: 2026):
Standardliteratur Trockenbau

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Häufige Fragen

Wie viele Rigipsplatten brauche ich?

Fläche × Lagen ÷ 3,25 m² pro Platte, aufgerundet + 10% Verschnitt. Standardplatte 2,60 × 1,25 m = 3,25 m². Bei 20 m² Wand, 1-lagig: 20 × 1,1 ÷ 3,25 = 6,8 → 7 Platten. Andere Plattengrößen (2,00 × 1,25 = 2,5 m²) beachten.

Welcher Plattentyp für welchen Raum?

Wohnräume, Flur: GKB (Standard, grau, 12,5 mm). Bad, Küche, Waschraum: GKBI (imprägniert, grün, 12,5 mm). Brandschutzwände: GKF (rosa, 12,5 mm). Kombination: GKFI (grün + rosa). Kellerwände: GKBI + Dampfsperre. Niemals Standard-GKB in feuchten Bereichen!

Was kostet Trockenbau?

Material (Platten + Profile + Schrauben + Spachtel): 15–25 €/m². Handwerker: 25–45 €/m². Gesamt: 40–70 €/m². Doppelbeplankung: +30%. Schallschutzwand mit Doppelständerwerk: bis 100 €/m². Eigenleistung gut möglich — YouTube-Tutorials helfen.

Wie befestige ich Rigipsplatten?

Ständerwerk: UW-Profile an Boden und Decke, CW-Profile dazwischen (alle 625 mm). Platten mit TN-Schrauben 3,5 × 25 mm befestigen (alle 250 mm). Stöße versetzt anordnen. Fugen mit Spachtelmasse verspachteln, schleifen, grundieren. Tipp: Elektriker vor der zweiten Beplankung Leitungen verlegen lassen.

Brauche ich spezielle Platten für mein Badezimmer?

Ja, für Feuchträume wie Badezimmer sollten spezielle, imprägnierte Feuchtraum-Gipskartonplatten verwendet werden, die eine deutlich höhere Feuchtigkeitsresistenz als Standardplatten aufweisen. Diese sind zwar etwas teurer, verhindern aber langfristig Schäden durch Feuchtigkeit und Schimmelbildung.