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📅 Aktualisiert: August 2026

Treppe-Rechner 2026

Stufenmaße & Steigung berechnen

Treppe mit korrekt berechneten Stufenmaßen

Foto: Efe Kurnaz auf Unsplash

Die DIN 18065 legt für den Wohnungsbau ergonomisch sinnvolle Verhältnisse zwischen Stufenhöhe und Stufentiefe fest — die sogenannte Schrittmaßregel (2 × Steigung + Auftritt = 59-65 cm) sorgt für ein natürliches, sicheres Gehverhalten auf der Treppe.

Bei einer falschen Stufenberechnung kann eine Treppe unbequem oder sogar gefährlich zu begehen sein — zu hohe Stufen erschweren das Steigen, zu niedrige Stufen mit großem Auftritt führen zu einem unnatürlichen, "stolpernden" Gehrhythmus.

📋 Berechnungsgrundlage: DIN 18065. Schrittmaßregel: 2 × Steigung + Auftritt = 59-65 cm. Empfohlene Steigung: 17-19 cm für Wohnhaustreppen.
cm
cm
Anzahl Stufen
Optimaler Auftritt
Schrittmaß
Treppenneigung
Geschosshöhe
Steigung je Stufe
Anzahl Stufen
Exakte Steigung
Auftritt (Schrittmaßregel)
Schrittmaß
Lauflänge gesamt
Treppenneigung
DIN 18065: Max. Steigung 21 cm, min. Auftritt 21 cm. Schrittmaß-Bereich: 59–65 cm. Mindestbreite 80 cm (Wohngebäude). Kopfhöhe mind. 2,00 m über Laufstreife. Handlauf: Pflicht bei mehr als 4 Stufen.
🛡️ Zuletzt aktualisiert: 11. August 2026
Geprüft nach: DIN 18065 (Gebäudetreppen)
Was der Rechner berücksichtigt: Schrittmaßregel zur Berechnung ergonomischer Stufenverhältnisse
Was der Rechner nicht berücksichtigt: Sicherheitsbestimmungen für Handläufe und Geländer im Detail, Sonderanforderungen bei öffentlichen Gebäuden

📊 Rechenbeispiel: 270 cm Geschosshöhe · 18 cm Steigung

Stufen
270 ÷ 18 = 15 Stufen
Steigung exakt
270 ÷ 15 = 18,0 cm
Auftritt
63 − 2×18 = 27 cm
Schrittmaß
2×18 + 27 = 63 cm ✅
Lauflänge
14 × 27 = 378 cm
Neigung
33,7°

Die Schrittmaßregel

Diese Formel (2 × Steigungshöhe + Auftrittstiefe = 59-65 cm) basiert auf der durchschnittlichen menschlichen Schrittlänge und sorgt für ein angenehmes, sicheres Treppensteigen. Bei zu steilen Treppen (hohe Steigung, geringer Auftritt) wird das Steigen anstrengender, bei zu flachen Treppen (niedrige Steigung, großer Auftritt) wird der Gehrhythmus gestört.

Rechenbeispiel

Raumhöhe 260 cm, gewünschte Steigung 18 cm: Anzahl Stufen = 260 ÷ 18 ≈ 14,4, aufgerundet 15 Stufen. Tatsächliche Steigung = 260 ÷ 15 ≈ 17,3 cm. Nach Schrittmaßregel: Auftritt = 63 − (2 × 17,3) ≈ 28,4 cm.

⚠️ Häufige Fehler

1. Schrittmaßregel bei der Treppenplanung ignorieren: Dies kann zu einer unbequemen oder unsicheren Treppe führen.
2. Stufenzahl ohne Rundung auf ganze Zahlen berechnen: Die tatsächliche Stufenanzahl muss immer eine ganze Zahl sein, was die exakte Steigungshöhe entsprechend anpasst.
3. Alle Stufen einer Treppe mit unterschiedlicher Höhe bauen: Gleichmäßige Stufenhöhen sind für die Sicherheit essenziell — bereits kleine Abweichungen erhöhen das Sturzrisiko erheblich.
4. Handlauf- und Geländeranforderungen bei der Planung übersehen: Diese sind für die Sicherheit, besonders bei Treppen mit mehreren Stufen, wichtig.
5. Außentreppen mit denselben Verhältnissen wie Innentreppen planen: Hier sollten oft flachere, sicherere Steigungsverhältnisse gewählt werden.

🔍 Sonderfälle

Wendeltreppen: Bei gewendelten Treppen ist die Berechnung komplexer, da sich die Auftrittstiefe je nach Position auf der Stufe (innen vs. außen) unterscheidet.

Außentreppen: Hier gelten oft andere, meist flachere Steigungsverhältnisse als bei Innentreppen, um die Sicherheit bei Witterungseinflüssen (Nässe, Laub) zu erhöhen.

🏛️ Zuständige Behörden

Bauamt
Bei genehmigungspflichtigen Treppenbauten
📚 Rechtsgrundlagen & Quellen (Stand: 2026):
DIN 18065 – Gebäudetreppen

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Häufige Fragen

Was ist die Schrittmaßregel?

Schrittmaßregel: 2 × Steigung (s) + Auftritt (a) = 63 cm. Bei 18 cm Steigung: 2×18 = 36, also Auftritt = 63−36 = 27 cm. Diese Formel entspricht dem natürlichen Schritt eines Menschen und macht die Treppe bequem. Zulässiger Bereich: 59–65 cm.

Wie viele Stufen brauche ich?

Stufen = Geschosshöhe ÷ Steigung, aufgerundet. Dann exakte Steigung = Geschosshöhe ÷ Stufenanzahl. Wichtig: Alle Stufen müssen gleich hoch sein (Ausnahme max. ±5 mm). Unterschiedliche Stufenhöhen sind unfallgefährlich und verboten.

Was kostet eine neue Treppe?

Holztreppe (Massivholz): 3.000–8.000 €. Stahltreppe (modern): 4.000–12.000 €. Betontreppe (Neubau): 2.000–5.000 €. Wendeltreppe: 2.000–15.000 € je nach Material. Treppenrenovierung (Stufen überkleben): 1.500–4.000 €. Handlauf erneuern: 500–2.000 €.

Was ist beim Handlauf zu beachten?

Handlaufpflicht ab 4 Stufen. Mindesthöhe: 85–90 cm über Stufenvorderkante. Ab 12 m Absturzhöhe: mind. 110 cm. Handlauf muss gut greifbar sein (Rundprofil ø 35–45 mm optimal). Geländer: Füllstäbe max. 12 cm Abstand (Kindersicherheit). DIN 18065 und Landesbauordnungen beachten.

Warum müssen alle Stufen einer Treppe exakt gleich hoch sein?

Ungleiche Stufenhöhen stören den natürlichen, automatisierten Gehrhythmus beim Treppensteigen erheblich — bereits geringe Abweichungen von wenigen Millimetern zwischen einzelnen Stufen erhöhen das Stolper- und Sturzrisiko deutlich, da der Fuß unbewusst die gleiche Bewegung für jede Stufe erwartet. Eine gleichmäßige, korrekt berechnete Stufenhöhe ist daher ein zentraler Sicherheitsfaktor beim Treppenbau.