Dienstwagen-Rechner 2026
1%-Regel vs. Fahrtenbuch
Foto: Coleman Glover auf Unsplash
Wer einen Dienstwagen auch privat nutzen darf, muss diesen Vorteil versteuern — entweder pauschal über die 1%-Regel (1% des Bruttolistenpreises monatlich, zzgl. 0,03% pro Entfernungskilometer für Fahrten zur Arbeit) oder über ein detailliertes Fahrtenbuch mit tatsächlichen Kosten.
Für Elektrofahrzeuge gilt eine deutlich vergünstigte Regelung: nur 0,25% (bei Kaufpreis unter 70.000 €) oder 0,5% (darüber) statt der vollen 1% — ein erheblicher steuerlicher Anreiz für E-Dienstwagen.
| Bruttolistenpreis | — |
| Regelung | — |
| GvV Privatnutzung (1%/0,5%/0,25%) | — |
| GvV Fahrten Wohnung–Arbeit | — |
| Geldwerter Vorteil gesamt | — |
| Steuer auf GvV (ca.) | — |
| Netto-Kosten für Sie | — |
📊 Rechenbeispiel: Verbrenner 40.000 € · 20 km Arbeitsweg · STK I
1%-Regel vs. Fahrtenbuch
Die 1%-Regel ist einfach anzuwenden, kann aber bei geringer Privatnutzung ungünstig sein. Ein ordnungsgemäß geführtes Fahrtenbuch (lückenlos, zeitnah) ermöglicht eine genauere, oft günstigere Versteuerung nach dem tatsächlichen Privatnutzungsanteil — erfordert aber deutlich mehr Dokumentationsaufwand.
Rechenbeispiel
Bruttolistenpreis 45.000 €, 20 km einfacher Arbeitsweg: 1%-Regel: 450 €/Monat + (0,03% × 45.000 × 20 km) = 450 € + 270 € = 720 € geldwerter Vorteil monatlich, der auf das zu versteuernde Einkommen aufgeschlagen wird.
Gleiches E-Auto (unter 70.000 €): Nur 0,25% = 112,50 €/Monat plus reduzierter Arbeitsweg-Zuschlag — deutlich günstiger.
⚠️ Häufige Fehler
🔍 Sonderfälle
Homeoffice-Tage: An Tagen im Homeoffice kann statt der 0,03%-Pauschale eine Einzelbewertung mit 0,002% pro tatsächlicher Fahrt günstiger sein.
Gebrauchtwagen als Dienstwagen: Auch hier gilt der ursprüngliche Bruttolistenpreis (nicht der aktuelle Marktwert) als Berechnungsgrundlage.
🏛️ Zuständige Behörden
§8 Abs. 2 EStG
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Häufige Fragen
Was ist die 1%-Regel beim Dienstwagen?
Der geldwerte Vorteil für die Privatnutzung beträgt monatlich 1% des Bruttolistenpreises (inkl. MwSt und Sonderausstattung). Dazu: 0,03% des Listenpreises × Entfernungskilometer zur Arbeit monatlich. Dieser Betrag wird dem Gehalt hinzugerechnet und normal versteuert. Kein Einzelnachweis erforderlich.
Wann lohnt sich das Fahrtenbuch?
Das Fahrtenbuch lohnt sich wenn der Privatanteil unter ca. 25–30% liegt. Formel: Tatsächliche Privatkosten < GvV nach 1%-Regel. Nachteil: Aufwändige Führung — jede Fahrt mit Datum, Ziel, Zweck und km-Stand eintragen. Lücken führen zur Verwerfung durch das Finanzamt → dann gilt die 1%-Regel.
Wie wird der Dienstwagen bei Elektro besteuert?
Reine Elektroautos bis 70.000 € Listenpreis: 0,25% statt 1%. Über 70.000 €: 0,5%. Plug-in-Hybride mit mind. 60 km elektrischer Reichweite: 0,5%. Regelung gilt bis Ende 2030. Beispiel: Tesla Model 3 (42.000 €): 0,25% × 42.000 = 105 €/Mon. GvV statt 420 € → Ersparnis ca. 80–100 € netto/Monat.
Kann ich als Arbeitnehmer die Entfernungspauschale trotz Dienstwagen nutzen?
Nein — wenn der Dienstwagen für Fahrten Wohnung–Arbeit genutzt wird, entfällt die Pendlerpauschale. Der geldwerte Vorteil für Fahrten Wohnung–Arbeit (0,03%/km/Monat) ersetzt die Pendlerpauschale. Allerdings: Wer den Dienstwagen nicht für Fahrten zur Arbeit nutzt und mit öffentlichen Verkehrsmitteln pendelt, kann beides kombinieren.
Lohnt sich ein Elektro-Dienstwagen steuerlich?
Ja, deutlich — durch die reduzierte Bemessungsgrundlage von nur 0,25% (statt 1%) bei Kaufpreisen unter 70.000 Euro ergibt sich ein erheblicher steuerlicher Vorteil gegenüber einem vergleichbaren Verbrenner-Dienstwagen, was E-Dienstwagen für viele Arbeitnehmer finanziell sehr attraktiv macht.